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Experte skeptischKostet die Grazer Metro sieben statt 3,3 Milliarden Euro?

Walter Brenner, Vater der Koralmbahn, sieht die Kosten in Graz zu günstig angesetzt. Holding-Graz-Vorstand Malik weist das zurück: Die Kalkulation halte.

Sind Wiener U-Bahnkosten wirklich so viel höher als jene, die die Projektplaner für Graz ansetzen
Sind Wiener U-Bahnkosten wirklich so viel höher als jene, die die Projektplaner für Graz ansetzen © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die Debatte um die Mini-Metro für Graz nimmt Fahrt auf. Heute wird der Grazer Gemeinderat die Vision abklopfen. Die Neos beantragen die Offenlegung der vollen Machbarkeitsstudie, damit sich Graz ein Bild machen kann. Die Grünen fragen nach den exakten Kosten für die Studie und das begleitende PR-Trommelfeuer. Doch auch andere Fragen – von einem renommierten Bahnexperten –, werden die Debatte anheizen.

Kommentare (48)
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LUR
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Die Finanzierung hält lt. Malik.

Er garantiert!? Sollen er mit dann gleich mit einem kleinen Haftrücklass und zwar eh nur im Umfang der 10.000 Euro Brutto pro Monat übersteigenden Bezug bei einem Sozialverein haben hinterlegen.

Flogerl
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Geh bitte ............

Gebt's den Auftrag den Chinesen. Die bauen das Ding um die Hälfte der Hälfte ! Wetten ?

Sam125
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Experte skeptisch? Statt nur für so eines kleines U- Bahnnetz,dass 4 Stadtteile

verbindet,sollte man doch wirklich ernsthaft darüber nachdenken,dass man unser Straßenbahnnetz so erweitern sollte,dass die Umlandgemeinden des Bezirk GU mit in ein großzügiges Verkehrskonzept einbezogen wird! Mit einer Außenring-Straßenbahn, Parkmöglichkeiten für Einpendler und natürlich Umsteigsmöglichkeiten!Der Grazer"Speckgürtel"wächst immer mehr mit der Stadt zusammen,doch die Busse fahren meist nur bis zu den Stadtgrenzen!Außerdem können die Grazer auch ohne Auto leicht zu ihren Naherholungsgebieten kommen und das wäre auch Nachhaltig für die Grazer Luft,da sich Graz ja wie wir wissen in einer Kessellage befindet!

Reipsi
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Mit 3,3 Milliarden

wollen sie nur die Bevölkerung veräppeln.

rouge
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Schöngerechnet, schöngeredet.

Nagl und Malek wollen die U-Bahn um jeden Preis. Da werden dann schon mal Expertenmeinungen die kritischer ausfallen ignoriert und weggewischt.
Allein die Studien (Olympia, Murgondel, Plabutschseilbahn, Metro...) die Nagl in Auftrag gegeben hat Kosten ein Vermögen,
Alternativvorschläge wie S-Bahn, Tramausbau, O-Busse, Radwegausbau, Citymaut sollten diskutiert werden.

hansi01
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Warum muss immer die Ü70 Generation über unsere Zukunft reden?

Zukunftsperspektiven wären besser als in Vergangenheit schwelgen.

Mein Graz
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@hansi01

Keiner schließt die Jungen aus - genau so wie die Alten können sie ihre Meinung sagen und vertreten.

Die Jungen sollen die Visionen einbringen, die Alten haben - teilweise - die Erfahrung und manche auch den nötigen Weitblick.

Und die Alten haben Kinder und Enkel, denen sie eine möglichst gute Zukunft sichern wollen.

Reipsi
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Warum müssen die

Jungen wenns was sehen immer gleich haben ? Wir haben noch warten können.

hansi01
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Lieber Herr Walter Brenner!

Kritik angekommen, und es wird schon etwas Wares dabei sein. Aber hätten Sie auch einen Alternativvorschlag für das Verkehrskonzept 2050? Ich weiß, das wird Sie nicht mehr interessieren.

blackpanther
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Ganz einfach

Wenn Herr Malik sicher ist, dass es keine höheren Kosten gibt, dann soll er mit seinem Privatvermögen für etwaige Differenzen ab 3,3 Mrd Euro haften! Wenn er das macht, dann bin ich von der Planung überzeugt, wenn er es nicht macht, dann ist er von der Planung doch nicht überzeugt!

perchthaler
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U-Bahn

Wer zahlt dann die Differenz (Holding?) nach den veranschlagten 3,3 Milliarden. Das müsste man aber im Vorfeld ausverhandeln und zur Sprache bringen, nicht dass dann wieder die Bürger mit zahlen müssen. Ich glaube, dass unter 10 Milliarden da nichts geht. Es schneiden dann auch wieder sehr viele Firmen mit äußerst hohen Preisen mit.

JamesJolly
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Gab es denn

jemals in der Weltgeschichte ein solches Projekt, dass auch nur annähernd im Budgetplan geblieben ist?

stprei
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UVP

Wofür benötigt man bei einer Ubahn in der Innenstadt eine Umweltverträglichkeitsprüfung?

SagServus
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...

Wieso sollte man keine benötigen?

Mein Graz
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@stprei

Schau dir die Pläne an - es geht nicht nur um die Innenstadt, das Netz soll 25 km lang werden, mit 27 Stationen (also im Durchschnitt alle 900 m eine Station), die von oben gegraben werden müssen.

Das geht von Eggenberg zum Berliner Ring und von Webling bis Gösting. Allerdings alles innerhalb der Stadtgrenzen, die Umlandgemeinden wurden bei der Planung völlig ignoriert.

Shiba1
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Ja wenn der Malik sagt,

es wird keine Kostenüberschreitung geben, glaub ich das sofort

Styrian007
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Verstehe!

Das Experten- und Professoren Konsortium der Metro-Studie ist nix wert, aber die grobe Einschätzung beim einmal Drüberschauen von einem ehemaligen SPÖ-Berater ist das Maß aller Dinge!

Mein Graz
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@Styrian007

Mach dich selbst schlau und schau einmal, was im Durchschnitt 1 km U-Bahn-Bau kostet.

Da braucht man kein Experte sein um zu sehen, dass im Papier der Grazer Zahlen stehen, die keinesfalls halten können!

svennygraz
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Kosten Vergleichsprojekt

In Brescia in Italien gibt es die Metro bereits.
Ähnlich wie in Graz geplant.
Dort haben 13,7 km mit 17 Stationen (davon 13 unterirdisch) ca. 900 Mio. Euro gekostet.
Also scheinen mir die Grazer Schätzungen korrekt zu sein.
Quelle Wikipedia (auf Italienisch sind wohl die korrekten Zahlen auf der Deutschen Seite sind die Zahlen etwas niedriger).
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Metropolitana_di_Brescia

BITTE NICHT IMMER ALLES GLEICH ZU VERDREHEN UND ALS HIRNGESPINNST DARZUSTELLEN SONDERN ERST MAL RECHERCHIEREN....

john2k
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Metro Brescia Baubeginn: 2003

Brescia hat ihre Metro bereits im vorigen Jahrhundert projektiert. Baubeginn war dann 2003.
Graz wäre somit mit ihrer Metro um über 20 (!) Jahre später dran.
Daher sollten die Kosten nicht direkt verglichen werden.

dieRealität2020
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wass mir bei der Einsicht in die Studie fehlt, außer einer ins Detail gehenden Bedarfsdeckung

einerseits was einen erheblichen Kostenaufwand erfordert die dazu erforderlichen Immobilienablösen. Gibt es die in Graz nicht? Erfahrungswerte zeigen das in Kenntnisnahme des Projektes nicht nur die Ablösen in die Höhe schnellen, sondern auch dadurch Bauverzögerungen verursacht werden.

Mein Graz
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Die Kosten sind ein Punkt - ein anderer wichtiger Punkt ist die Sinnhaftigkeit.

Auf orf gefunden, 17.12.20:
"Laut Andreas Kropik, Professor für Bauwirtschaft und Baumanagement an der TU Wien, liegt Wien im internationalen Vergleich in puncto Baukosten mit rund 310 Mio. Euro pro U-Bahn-Kilometer „im Mittelfeld“. Städte wie London, Amsterdam oder New York lägen mit 480 bis 600 Mio. Euro deutlich darüber. Berlin, Kopenhagen oder Budapest sind mit 200 bis 240 Mio. Euro hingegen billiger unterwegs."
Wie kann dann in Graz angenommen werden, dass 131 Millionen pro Kilometer ausreichen? Noch dazu, wo alles "gebohrt" werden soll und auf diesen 25 km 27 Haltestellen (das muss man sich vorstellen: im Durchschnitt alle 900 m eine Metro-Haltestelle!) geplant sind, wo jede einzelne Kosten verursacht.

Mein Graz
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Und ist es tatsächlich sinnvoll, eine Metro zu bauen, die innerhalb der Stadtgrenzen endet?

Damit werden die Pendler - die einen erklecklichen Anteil des Verkehrs in der Stadt ausmachen - ganz sicher nicht angeregt, ihr Auto nicht in Betrieb zu nehmen und mit den Öffis zu fahren. Denn um in die Metro einsteigen zu können muss man ja erst einmal hin kommen!

Nein zu einer Geldvernichtungsaktion wie es diese Planung vorsieht.
Ja zu einem Ausbau der Öffis: S-Bahn und Busse in einem Radius von 50 km so ausbauen, dass die Anschlüsse verzahnt sind und einen möglichst bequemen und raschen Einstieg in die Öffis erlauben. Straßenbahnen in die Randbezirke ausbauen und mit Busanschlüssen ins Umland versehen. In der Stadt Individualverkehr einschränken, Bus- und Tramspuren schaffen zur Beschleunigung.
Wenn die Öffis besser ausgebaut sind, der Takt verdichtet ist, wird so mancher Stadtbewohner auf ein Zweitauto verzichten, wodurch auch weniger Parkplätze benötigt werden!

Setzt euch endlich an einen Tisch mit den Umlandgemeinden und bindet sie in die Planung ein! Sonst wird da auch in den nächsten 10 Jahren nichts draus und Graz erstickt in Verkehr, Feinstaub und Abgasen.

SagServus
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Praxis...

Jeder der mit solchen Projekten zu tun hat weiß, dass die Erstkosten immer sehr optimal gerechnet werden (gewisse Dinge noch gar nicht eingerechnet werden weil man noch nicht weiß ob es überhaupt realisiert wird), um das Projekt überhaupt genehmigt zu bekommen.

Ich hab schon in den anderen Artikeln gesagt, dass die 130 Mio €/km eigentlich im Vergleich zu anderen Projekten nicht stand halten.

Ich würde ja eher sagen, dass die Wahrheit eher näher an den 200 Mio €/km liegen als bei den 100 Mio €/km.

Also würde ich eher von 5 Mrd. € als Kostenuntergrenze ausgehen.

calcit
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Im übrigen...wenn man dies losgetretene Diskussion mitverfolgt...

...befürchte ich, dass es selbst in 30 Jahren keine Lösung für Graz geben wird. es geht nur um politisches Kleingeld, Wichtigtuerei, Eigeninteressen und Besserwisserei hier in Graz - statt wie z.B. Wien gemeinsam an einem Strang ziehen und alle Möglichkeiten zu diskutieren und auch zuzulassen verlieren wir uns in der Kleinkariertheit ohnen Bilck auf eine weitreichende Lösung - die Wiener wirds freuen - denen bleibt das Geld vom Bund...

SoundofThunder
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😏

Meine Worte. Habe ich schon geschrieben dass die Geschichte es uns gelehrt hat dass sich die Kosten verdoppeln werden. Ist immer so. Krankenhaus Nord und das Leitspital Liezen.Und die 500000€ für die Studie sind auch verlorenes Geld. Eine Studie im Sinne des Auftraggebers und nicht im Sinne des Steuerzahlers!

 
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