Nach Ryder-Cup-DebütBernd Wiesberger: "Hoffe, es war nicht das letzte Mal"

Bernd Wiesberger hat bei seinem Debüt beim Ryder Cup keinen Punkt beigesteuert und konnte die klare Niederlage Europas auch nicht verhindern. Genossen hat er seinen Auftritt dennoch.

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Bernd Wiesberger
© GEPA pictures
 

Wild und ausgelassen haben die US-Golfer ihren Triumph beim Ryder Cup gefeiert. Europas Auswahl kassierte am Sonntag (Ortszeit) im prestigeträchtigen Kontinentalvergleich am Ufer des Michigansee eine historische 9:19-Abfuhr. Es war der höchste Sieg eines Teams in der modernen Ära des Ryder Cups. Der Österreicher Bernd Wiesberger, der bei seinem Cup-Debüt ohne Punktgewinn blieb, kam hernach dennoch ins Schwärmen.

Nur drei Einzel gewannen die Europäer auf dem Whistling Straits Golf Course am Schlusstag. Die Gäste waren nach ihrem 5:11 Rückstand nach den ersten beiden Tagen von einer Aufholjagd weit entfernt. Auch Wiesberger schaffte in seinem Duell mit dem früheren Weltranglisten-Ersten Brooks Koepka keinen Punktgewinn. Der Burgenländer dürfte sein Debüt beim Ryder Cup dennoch genossen haben.

"Es ist schwer zu beschreiben. Erster Ryder Cup, einfach anders, die Kameradschaft, der Gemeinschaftsraum, die Geplänkel, der Spaß und die Freude. Selbst in enttäuschenden Situationen wie am Wochenende war es unglaublich. Es ist eine große Ehre, Teil dieses Team zu sein und ich hoffe, es war nicht zum letzten Mal. Ich werde alles dafür tun. Diese Woche war einzigartig für mich", sagte Wiesberger in einem Statement auf der Ryder-Cup-Homepage.

Natürlich habe man sich den Auftritt anders vorgestellt, so der 35-Jährige. "Aber ich denke, wir waren knapp dran, in entscheidenden Momenten ist es für uns nicht gelaufen. Das lässt es im Ergebnis viel einfacher aussehen, als es sich bei den vielen Spielen angefühlt hat. Wir starten nun neu und gehen es 2023 wieder an", meinte Wiesberger.

Auf die Europäer kommen nun harte Zeiten zu. Sie werden sich überlegen müssen, wie sie ihr Team für die Zukunft aufstellen wollen. Ob die drei englischen Routiniers Lee Westwood (48 Jahre), Ian Poulter (45) und Paul Casey (44) in zwei Jahren beim 44. Ryder Cup in Rom noch mit von der Partie sein werden, ist fraglich.

Im US-Team sah Kapitän Steve Stricker sogar den Beginn einer neuen Epoche im Golfsport. "Dies ist eine neue Ära. Diese Jungs sind jung. Sie wollen es. Sie sind motiviert. Sie kamen hierher, um zu siegen. Ich konnte es in ihren Augen sehen", sagte der 54-Jährige. Im Unterschied zu den Europäern hat keiner der Amerikaner seinen 40. Geburtstag bereits gefeiert. Der beste Punktesammler war aber "Senior" Dustin Johnson. Der 37-jährige Weltranglisten-Zweite gewann alle fünf Partien, in denen er eingesetzt wurde.

Auch Superstar Tiger Woods war von der Leistung des Teams begeistert. "Eine dominante Performance von @RyderCupUSA! Ich kann es kaum erwarten, euch alle zu sehen und mit euch zu feiern!", twitterte der 15-fache Major Champion, der sich immer noch von den Folgen seines Autounfalls erholt.

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