Es mag im Nachhinein betrachtet gar nicht so schlecht gewesen sein, dass der angepeilte Zuschauerrekord von mehr als 10.051 Fans recht deutlich verfehlt wurde. Denn: Die Darbietung der österreichischen Fußballnationalmannschaft der Frauen im abschließenden Spiel der Nations League in Wien gegen Deutschland war, gelinde ausgedrückt, etwas peinlich. Zumindest in den ersten 45 Minuten. Denn: Zur Pause lag das Team von Trainer Alexander Schriebl bereits mit 0:6 zurück, was gleichzeitig der Endstand war. Die Tabellenendplätze drei (Österreich) und eins (Deutschland) in der Gruppe waren schon vor dem Duell fix, weshalb beide Nationen die ein oder andere Veränderung vornehmen konnten. Während die Deutschen in Hinblick auf die EM rotierten, wollte Schriebl im Tor etwas ausprobieren. Stammtorhüterin Manuela Zinsberger bekam eine Pause, Mariella El Sherif feierte ihr Teamdebüt und bereits nach 14 Sekunden musste die Oststeirerin erstmals hinter sich greifen. In den folgenden 45 Minuten kamen fünf weitere Gegentreffer hinzu, bei denen die ehemalige Sturm-Torfrau nicht immer den besten Eindruck gemacht hat. An ihr alleine ist es allerdings nicht gelegen, dass die Gastgeberinnen derart unter die Räder kamen. Ihre Vorderleute ließen die 20-Jährige zu oft im Stich, weshalb ihr Debüt im A-Nationalteam wohl nicht in bester Erinnerung bleiben wird.
Nations League
0:6: Österreich kam zum Abschluss gegen Deutschland unter die Räder
Zum Abschluss der Gruppe A1 der Nations League kassierte Österreich gegen Deutschland eine herbe Niederlage.