Und so schnell ist sie wieder verflogen, die Ausgelassenheit nach einer Fabel-Saison 2024/25, die der WAC im Mai mit dem Cupsieg gegen Hartberg (1:0) in Klagenfurt krönte und am Ende sogar das Double nur um ein Tor im Liga-Finish bei Sturm Graz (1:1) verpasste. Denn die Saison 2025/26 beginnt bereits heute. Seit Wochen stehen voller Fokus, Tempo und Einsatz wieder auf der Tagesordnung, die Wölfe tanzen nach der Pfeife von Trainer Didi Kühbauer. „Und es ist schon ordentlich zur Sache gegangen, war intensiv“, weiß Kapitän Dominik Baumgartner, der nach dem letzten Test vergangenen Samstag gegen Istra (1:0) die zwei freien Tage sehr genoss: „Das ist nach der intensiven Zeit inklusive des Trainingslagers noch einmal gut gewesen. Es ist nicht schlecht, wenn man noch einmal mit dem Kopf wegkommt vom Fußball.“
Jetzt wollen die Lavanttaler im ersten Pflichtspiel mit voller Konzentration an die Sache herangehen. Und zwar über 90 Minuten, nicht wie zuletzt, „als wir gegen Istra in Hälfte eins alles im Griff hatten, dann aber nicht mehr so konsequent waren. Sowohl im Verteidigen als auch im Spiel nach vorne“, so der Kapitän, dessen Team Erstrundengegner Wallern bereits sehr gut kennt: „Wir haben ja letztes Jahr in der zweiten Runde bei ihnen gespielt (2:0, Anm.) und kennen die einzelnen Spieler schon. So viel hat sich bei ihnen nicht verändert.“
Die Wölfe wissen also, was beim Regionalliga-Mitte-Klub in Oberösterreich wartet. Auf Neuzugang Rene Renner warten viele Freunde, immerhin ist Wallern sein Heimatklub, die Großeltern leben auch noch dort. „Vielleicht gibt er uns noch ein, zwei Tipps“, schmunzelt Baumgartner, der weiß: „Es ist in Runde eins immer spannend, zu solchen Klubs zu fahren, weil in einem Spiel kann ja immer etwas passieren. Aber das ist kein klassischer Dorfverein, die haben eine gute Infrastruktur und spielen auf Kunstrasen. Eines ist dennoch klar, nämlich dass wir der Favorit sind und auch nur ein Sieg zählt.“
„Donis ist ja schon fast ein Österreicher“
Fit sind alle, ob Neo-Innenverteidiger Adama Drame schon mitkommt, ist noch offen. Die anderen Neuen, Fabian Wohlmuth, Renner, Marco Sulzner und Donis Avdijaj, ließen sich, so der Kapitän, leicht integrieren: „Alles Spieler, die man schon kennt. Selbst Donis ist ja schon bald mehr Österreicher als Deutscher. Und wenn alle dieselbe Sprache sprechen, macht es das auch leichter.“ Noch da sind Dejan Zukic und Thierno Ballo, aber wohl nicht mehr lange. „Das kennen wir ja alles beim WAC schon, dass recht spät noch einiges passiert“, nimmt es Baumgartner locker.