Seit der Saison 2013/14 bietet die UEFA mit der Youth League den Nachwuchsmannschaften der besten Klubs Europas eine internationale Plattform. Als Champions-League-Teilnehmer mischt in dieser Spielzeit die U19 des SK Sturm erstmals im Kampf um die Lennart-Johansson-Trophäe mit. Die Grazer haben sich bis ins Achtelfinale gekämpft, dort wartet am Mittwoch (15.30 Uhr) das Heimspiel gegen Olympiakos. Daten und Fakten zu diesem Wettbewerb.

Tickets:

Bislang hat Sturm über 4000 abgesetzt. Alle Mitglieder und Abonnenten können eine Freikarte buchen. Auch Kinder bis 15 Jahre kommen per Freikarte ins Stadion in Liebenau. Kaufkarten kosten zehn Euro.

Modus:

Qualifiziert für die diesjährige Ausgabe der Youth League waren die U19-Teams der Champions-League-Starter, so kam Sturm in den Wettbewerb. Zudem treten die 52 nationalen Juniorenmeister in einem parallelen Weg gegeneinander an – oder ihre Vizes, falls die Qualifikation bereits über die Champions League erfolgt ist. Deshalb war Österreich erstmals mit drei Vereinen vertreten. Zu Sturm und Salzburg gesellte sich auch Rapid als U18-Jugendliga-Vizemeister hinter den „Jungbullen“. Sturm-Kontrahent Olympiakos Piräus qualifizierte sich über diesen Meisterweg.

So ginge es weiter:

Der Sieger des Duells Sturm gegen Olympiakos gastiert im Viertelfinale beim Gewinner der Partie Salzburg gegen Atletico Madrid. Kommt es in der Runde der letzten Acht zu einem rot-weiß-roten Kräftemessen, stünde fest, dass Österreich beim traditionell in Nyon ausgetragenen Finalturnier (Semifinale 25. April, Finale 28. April) vertreten wäre.

Rekordspieler:

Am öftesten in der Youth-League-Geschichte am Feld stand Pedro Alvaro (28 Einsätze für Benfica), der Innenverteidiger spielt inzwischen für Estoril. Wesentlich bekannter ist sein zweitplatzierter Landsmann Diogo Costa (27 Einsätze), der Porto-Goalie gilt mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro inzwischen als teuerster Tormann der Welt.

Rekordtorschützen:

Drei Spieler führen mit jeweils 15 Toren die ewige Schützenliste der Youth League an. Lediglich der Spanier Borja Mayoral (damals Real) setzte sich im Profifußball durch, er kickt bei Getafe. Sein Landsmann Roberto Nunez (Atletico) spielt längst unterklassig. Charlie Brown (Chelsea) verdient inzwischen beim viertklassigen Verein Accrington vergleichsweise Peanuts. Dies unterstreicht zwei Thesen: Riesige Talente spielen in diesem Alter oft bereits Erwachsenenfußball beziehungsweise schaffen es dort im weiteren Verlauf bei weitem nicht alle, die gegen Gleichaltrige gute Figur machen.

Die aktuelle Schützenliste

Salzburg-Stürmer Phillip Verhounig hat gute Chancen, sich zum Schützenkönig dieser Saison zu krönen. Der Kärntner führt die Torjägerliste gemeinsam mit Mahamadou Sangaré (PSG) und Matviy Ponomareko (Dynamo Kiew) an, die jedoch beide ebenso wie der mit sieben Toren erste Verfolger Gustavo Varela (Benfica) mit ihren Mannschaften bereits ausgeschieden sind. Sturm-Angreifer Leon Grgic befindet sich mit fünf Toren als Zehnter in Lauerstellung.

NYON,SWITZERLAND,24.APR.17 - SOCCER - UEFA Youth League Final Four, Red Bull Salzburg vs Benfica Lissabon. Image shows the rejoicing of RBS. Photo: GEPA pictures/ Felix Roittner
Salzburg krönte sich 2017 zum Youth-League-Champion © GEPA

Die höchste Zuschauerzahl:

32.510 Besucher wohnten im Februar 2018 dem Duell des FK Krasnodar mit Real Madrid bei. In der offiziellen Statistik tauchen bislang 14 Matches mit mehr als 10.000 Zuschauern auf.

Rekordsieger:

Barcelona (2014, 2018) sowie Chelsea (2015, 2016) haben den Wettbewerb bereits zwei Mal gewonnen, die Engländer wurden 2018 und 2019 zudem Vize.

Der Titelverteidiger:

Sturm bekommt es mit dem Titelverteidiger zu tun. Olympiakos triumphierte in der Vorsaison im Endspiel 3:0 gegen Milan.

Österreichs Sieger:

Salzburg setzte sich in der Saison 2016/17 angeführt von Trainer Marco Rose Europas Jugend-Krone auf. Patson Daka und Alexander Schmidt drehten jeweils nach Vorlage von Hannes Wolf das Finale gegen Benfica mit Joao Felix (mittlerweile bei Milan) und Ruben Dias (Manchester City), die „Bullen“ gewannen mit 2:1. Der Grazer Wolf sowie Mergim Berisha beendeten die damalige Youth-League-Saison mit jeweils sieben Treffern. Ebenfalls zum Kader zählten die heutigen Leipzig-Kicker Amadou Haidara und Xaver Schlager, der beim Finalturnier allerdings verletzt fehlte.