Nichts für schwache Nerven war das erste Pre-Play-off-Duell zwischen den Villacher Adlern und Linz. Nach einer ausgeglichenen regulären Spielzeit hatten die Adler in der Verlängerung schließlich den längeren Atem und feierten einen hauchdünnen, aber im Endeffekt verdienten 2:1-Sieg. „Es war ein typisches Play-off-Spiel. Beide Teams legten ihr Augenmerk auf die Defensive, jedes Tor musste beinhart erarbeitet werden“, resümiert Neuzugang Michael Kernberger, der in dieser Saison neben 24 Spielen für Team Vorarlberg auch schon vier für die Black Wings bestritten hat. „Wir dürfen nicht glauben, dass es leicht wird. Linz ist eine der stärksten Heimmannschaften der gesamten Liga“, weiß der 29-jährige Klagenfurter, der zugibt, dass er bei seinem Debüt für die Blau-Weißen „etwas gebraucht hat, ins Spiel zu finden, am Ende aber zufrieden war“.
Definitiv verbessern müssen die Adler ihre Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Lediglich zwei Treffer bei insgesamt 51 Torschüssen sprechen nicht gerade für die notwendige Kaltschnäuzigkeit, die es in sogenannten „Schnittpartien“ braucht, um erfolgreich zu sein. „Wir haben das in der Pause auch angesprochen. Ich denke, ab dem dritten Drittel haben wir mehr Pucks aufs Tor gebracht und auch für viel Verkehr vor Goalie Atte Tolvanen gesorgt. Der Ausgleichstreffer war schließlich der ‚Gamechanger‘, daher war der Sieg auch verdient. Jetzt treten wir mit viel Selbstvertrauen in Linz an“, ist Trainer Pierre Allard zuversichtlich.
Wie schwer die Villacher jedoch in der jüngsten Vergangenheit in Oberösterreich zurechtkamen, zeigt die Statistik: Von den letzten fünf Gastspielen konnte lediglich das erste Saisonmatch am 26. September mit 8:3 gewonnen werden, die übrigen vier Partien gingen allesamt an die Black Wings. „Wir haben uns in Linz schon immer schwergetan. Es wird wieder sehr hart, aber auch sehr viel Spaß machen. Solche Spiele sind immer aufregender als beispielsweise jene im November. Jeder arbeitet eine Spur härter und geht den einen Extraschritt“, darauf freuen wir uns alle“, versprüht Max Rebernig Optimismus.