Der aus Villacher Sicht turbulente Grunddurchgang ist seit Sonntag Geschichte, heute erfolgt (leider) nicht die Kür, sondern die bittere Pflicht. Im ungeliebten, aber am Ende auch unvermeidbaren Pre-Play-off treffen die Adler in einer Best-of-Three-Serie auf die Black Wings aus Linz. Es ist gleichzeitig auch das Duell zweier Teams, die sich den Saisonverlauf wohl anders vorgestellt hatten und was die Statistik anbelangt, ziemlich idente Werte haben.
Für den VSV, der den Grunddurchgang mit einem Punkt vor den Linzern abgeschlossen hat, spricht vor allem der Heimvorteil. Bei den Oberösterreichern darf man hingegen gespannt sein, ob sie sich im (Pre)-Play-off ähnlich steigern werden können wie letzte Saison. Da scheiterten sie erst im siebenten Spiel des Halbfinales am KAC. „Nachdem im Pre-Play-off zwei Siege reichen, stehen beide Mannschaften noch etwas mehr unter Druck als in einer Best-of-Five- oder Seven-Serie. Jeder Fehler, jedes Powerplay, jeder geblockte Schuss kann entscheidend sein“, weiß Elias Wallenta, der dem Duell gegen die Black Wings bereits entgegenfiebert.
Der 27-Jährige glaubt nicht, dass in den ersten beiden Spielen der Heimvorteil eine überdurchschnittlich große Rolle spielen wird, sehr wohl jedoch in einem möglichen Spiel drei. „Mit den Fans im Rücken kann man in solch einem Spiel das Momentum doch leichter auf seine Seite ziehen. Das und die Tagesverfassung werden definitiv eine große Rolle spielen“, so der Stürmer, der sich sowohl in Villach als auch in Linz auf eine tolle Stimmung in einer vollen Halle freut.
In den letzten zwanzig Jahren kam es zwischen dem VSV und den Black Wings zu insgesamt fünf Play-off-Serien, von denen zwei zugunsten der Villacher entschieden wurden. Mit keinem anderen Klub lieferte sich der VSV seitdem häufiger ein Serien-Duell als mit den Oberösterreichern. Aufatmen heißt es bei den Adlern zudem auch am personellen Sektor. Die beiden Verteidiger Steven Strong und Dylan MacPherson dürften bereits heute ihr Comeback feiern. Wer als überzähliger Import auf der Tribüne Platz nehmen müssen wird, wird Trainer Pierre Allard wohl erst nach dem Vormittagstraining entscheiden.
Frölunda holt sich CHL-Titel
In der Champions Hockey League holte sich Frölunda im Finale (mit dem Kärntner Headreferee Christoph Sternat) gegen Luleå mit einem 3:2-Heimsieg nach Verlängerung den Titel.