Auch wenn es tabellarisch keinen Unterschied mehr gemacht hätte, der VSV haderte mit dem 0:1 gegen Bruneck. „Wir haben jetzt zwei Spiele hintereinander kein Tor geschossen, das hat Gründe“, sagte Verteidiger Thomas Vallant, wusste aber auch: „Gleichzeitig lassen wir hinten nicht viel zu und Joe Cannata hält gut.“ Defensive Disziplin ist im Pre-Play-off gegen gefährliche Linzer das Gebot der Stunde, aber eben auch Effizienz. Kleine Fehler können schnell bestraft werden. „Best of three ist tückisch. Da müssen die Haxn gleich funktionieren und die Halle muss brennen. Wir müssen bereit sein, sofort Zeichen setzen. Linz ist eine gute, unangenehme Mannschaft, die auch schlechter dasteht, als sie wirklich ist“, ist Vallant sicher.
Trotz frisch auf die Welt gekommenen Nachwuchses wird er sicher bereit sein. „Meine Frau ist eine Kämpferin, sorgt dafür, dass ich dafür zumindest vier Stunden durchgängig schlafen kann“, sagt er lächelnd. Der Klagenfurter hatte keinen Kontakt zu Ex-KAC-Mitspielern, die hätten im Kampf um Platz sieben gegen Wien ja Schützenhilfe leisten können, meinte schulterzuckend: „Die sollen ihr Ding machen. Ich habe schon gehört, dass sie uns nicht picken wollen, wenn wir durchkommen. Ich hoffe aber, sie tun es doch.“
Selbstvertrauen“, will Trainer Pierre Allard mitnehmen. „Weil wir gut spielen. An der Effizienz vorne haben wir viel gearbeitet und legen wir auch noch zwei Trainingstage den Fokus drauf“, so der Kanadier, der bei allem Druck betont: „Linz ist gut, es soll und wird Spaß machen.“ Am Montag kommt Michael Kernberger, Steven Strong und Dylan MacPherson sind bald fit.
Quo vadis? Graz tendiert zum VSV, sicher nicht zu Linz
Aber die Vorzeichen haben sich durch den Last-Minute-Grunddurchgangssieg der 99ers sowieso geändert: Graz liebäugelt offen damit, den VSV zu picken, auch in Villach rechnet man damit. Eines ist auch klar: Käme Linz gegen Villach weiter, würden die Steirer diesen Gegner nicht wählen, schied man doch im Vorjahr nach sieben Spielen gegen die Black Wings aus.