Schon vor der Reise zum schwierigen Auswärtsspiel nach Laibach war klar, dass den Graz 99ers bei Ljubljana ein harter Kampf bevorstehen würde. Die ersten drei Saisonduelle endeten nämlich jeweils nur mit einem Tor Unterschied, zweimal davon – nämlich jeweils in Graz – erst in der Verlängerung bzw. im Penaltyschießen und das zugunsten der Slowenen. Das erste Auswärtsspiel der Saison bei den „Drachen“ entschieden die Steirer hauchdünn mit 1:0 für sich und auch diesmal gingen die Grazer als Sieger vom Eis und traten die Heimreise mit drei Punkten im Gepäck an. Ohne Frank Hora, Nick Swaney und auch Anders Koch – der Däne fehlt wegen eines Knochenbruchs wohl mehrere Wochen – gingen die Steirer ambitioniert ins Spiel bei Ljubljana. Mit einer feinen Bewegung ließ Lukas Haudum den Gegner ins Leere laufen und konnte so abziehen und das 1:0 für die Gäste erzielen (9.). Nur wenige Augenblicke später lief Paul Huber alleine auf das Tor von Ljubljana-Goalie Lukas Horak zu, der Doppelschlag blieb jedoch aus.
Die ersten 20 Minuten gehörten mit leichtem Übergewicht den Mannen von Dan Lacroix, die die Torfabrik der Liga auf lediglich sieben Torschüsse hielten. Im zweiten Drittel änderte sich das Bild. Auch, weil der Assist-König der Liga, Nick Bailen, binnen neun Minuten dreimal auf die Strafbank musste und die 99ers sechs Minuten in Unterzahl agieren mussten. Gleich mehrmals hatten die Grazer Glück, einmal rettete die Stange, die weiteren Großchancen machte Tormann Maxime Lagacé zunichte.
Als sich alles auf einen ähnlichen Sturmlauf der Hausherren im Schlussdrittel einstellte, versetzte Haudum die Heimfans mit seinem zweiten Tor in Schockstarre. Der Oberösterreicher lenkte einen Schuss von Bailen (33. Assist im 33. Spiel) mit dem Schlittschuh ins Tor (41.). Glück für die Grazer. Damit nahmen die 99ers etwas Luft aus dem Spiel der Slowenen und konnten den Sieg über die Zeit bringen. „Das war ein sehr stabiles Auswärtsspiel von uns“, lobte Sportdirektor Philipp Pinter. „Im zweiten Drittel haben wir unseren Weg etwas verlassen, da hat unser Tormann die notwendigen Paraden gemacht. Aber im Großen und Ganzen war das ein verdienter Sieg.“ Ersatz für den verletzten Koch soll vorerst keiner kommen. Weiter geht es für die 99ers am Montag bei Fehervar.