„Eigentlich sind es nur sieben Titel“, korrigiert Thomas Raffl die verbreitete Annahme von acht Triumphen und erklärt: „In einem Meisterjahr habe ich nur zu Beginn zwei Partien absolviert, bin danach für die restliche Saison nach Nordamerika. Und war daher beim Finalsieg gar nicht dabei.“ Vor wenigen Tagen wirkte der 38-jährige Villacher jedoch tatkräftig mit, stemmte zum wiederholten Male am Ende der Saison die Karl-Nedwed-Trophäe als Champion der heimischen Liga (ICE Hockey League). Aber nicht mit seinem einstigen Heimatklub VSV, sondern mit Red Bull Salzburg, wo er 2010 nach einem Intermezzo in Schweden (Lulea) sesshaft geworden ist. Mit enormer Dominanz haben die Mozartstädter in der Neuauflage des Finales 2024 den KAC in die Knie gezwungen. Viele Reaktionen seiner Teamkollegen sprachen Bände und sagen mehr über Raffl aus, als er sich das vermutlich selbst eingestehen möchte: „Alle orientieren sich an ihm. Seine Leidenschaft, sein Einsatz, sein Herz – er gibt alles, und das spornt die ganze Mannschaft an, es ihm gleichzutun. Ein Vorzeigesportler und Idol für die Jüngeren“, schwärmen seine Salzburger Kollegen.
Thomas Raffl
Ein aufgeräumter Abräumer mit viel Herzblut
Porträt.
Thomas Raffl (38) führt Österreichs Eishockey-Nationalteam als Kapitän zur WM nach Stockholm. Viel Unterstützung erhält er von seiner Familie. Sein Feuer für den Sport brennt nach wie vor, ans Aufhören denkt er nicht.
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