Wer den VSV im letzten Heimauftritt beim 2:3 nach Penaltyschießen gegen Pustertal gesehen hatte, der durfte sich ob des Villacher Gastspiels gestern bei Topteam Fehervar zu Recht Sorgen machen. Doch ausgerechnet bei den so heimstarken und explosiven Ungarn ließen sich die Adler überhaupt nicht unterkriegen, zeigten trotz einer äußerst bitteren 2:3-Niederlage ein völlig anderes Gesicht.

Speziell zu Beginn klopfte die blau-weiße Offensive immer wieder bei Schlussmann Olivier Roy an. So ging der Führungstreffer durch Kevin Hancock (11.) nicht nur in Ordnung, sondern war auch für den Center ein Brustlöser. Nach Traum-Saisonstart war er nämlich ein wenig zum Sorgenkind geworden, feierte seinen ersten Treffer seit 6. Jänner, überhaupt erst den dritten seit 17. November.

Die Adler vernebelten zahlreiche Topchancen

Dass die Villacher seit Wochen die sprichwörtliche „Hex am Schläger“ haben, zeigte das Mitteldrittel. Fehervar drehte die Partie, aber die besseren Chancen fanden Alexander Rauchenwald und Co. vor – und vernebelten sie der Reihe nach. Trotz Dominanz musste also die Brechstange ausgepackt werden, das Tat acht Minuten vor Schluss Maxi Rebernig, der die Scheibe zum verdienten Ausgleich ins Tor arbeitete. Dass die Draustädter dieses Spiel am Ende doch verloren, trotzte eigentlich jeder Gerechtigkeit. Weil Mark Katic bei einem unglücklichen Klärungsversuch Istvan Terbocs 111 Sekunden vor Schluss anschoss und der Puck über die Linie taumelte, war ein tragisches Ende besiegelt.