Prominente Unterstützung für Asyl-Initiative für Lehrlinge

Nun tritt auch die österreichische Prominenz dafür ein, Asylwerber ihre Lehre abschließen zu lassen, selbst wenn sie abgeschoben werden könnten. Die entsprechende Initiative des oberösterreichischen Landesrats Rudolf Anschober (Grüne) hat mit dem ehemaligen Skistar Hermann Maier, Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky und dem Percussionisten Martin Grubinger bekannten Zuwachs erhalten.

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© APA
 

Maier erklärt in einer Stellungnahme, überzeugt zu sein, dass es ein Gebot der Menschlichkeit sei, diesen Menschen auch weiterhin eine Chance zu geben. Regisseur Ruzowitzky konstatiert: "Wenn diese Menschen sich der Hilfe in besonderem Maße würdig erweisen, etwa, indem sie hier eine Lehre beginnen, arbeiten, Steuern zahlen, ist das auch eine Form des Dankes. Wie schäbig, nicht zu helfen, wie schäbig, Dank zurückzuweisen." Grubinger nennt es einen schweren Fehler, hoffnungsvolle und fleißige junge Menschen kurzerhand abzuschieben.

Insgesamt hat die Initiative laut Anschober-Aussendung bereits 52.000 Unterstützer, darunter über 500 Unternehmen von Josko bis Umathum und Trachten Tostmann, 85 Gebietskörperschaften von den Städten Wien über Linz bis Innsbruck und weitere Prominente wie Josef Hader, Katharina Stemberger und nicht zuletzt Ex-VP-Chef Reinhold Mitterlehner. Die Regierung lehnt freilich bisher eine Aufweichung der Bestimmungen ab und argumentiert, dass nur der Besuch einer Lehre nicht vor Abschiebung schützen könne, wenn der Asylantrag negativ beschieden werde.

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