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100 Verdachtsfälle auf MutationAnschober: "Die Zeit bis Ostern wird sehr, sehr schwierig"

Wo ist es schon? Wie schnell verbreitet es sich? Was bedeutet das für das Tempo der Öffnung? Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober gibt es in rund 100 Fällen bereits den Verdacht auf das mutierte Virus. Die Zahl der Neuinfektionen geht weiter hinunter, aber nicht so schnell wie erhofft.

Molekarmediziner Andreas Bergthaler (links) informierten heute gemeinsam mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober über die    Ausbreitung der neuen Variante des Covid-Virus
Molekarmediziner Andreas Bergthaler (links) informierten heute gemeinsam mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober über die Ausbreitung der neuen Variante des Covid-Virus © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die Verdachtsfälle auf die britische Mutation B.1.1.7. des  Coronavirus häufen sich in Österreich. Neben den bereits bekannten Fällen in Tirol, Wien und dem Burgenland haben am Donnerstag auch Vorarlberg, Oberösterreich, die Steiermark und Niederösterreich mögliche Mutationen gemeldet. Bestätigt ist bisher noch kein Fall. Die Sequenzierung durch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wird einige Tage dauern. In Kärnten und Salzburg gab es zunächst keine Fälle.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) informiert heute über "die Suche nach SARS-CoV-2 Mutationen in Österreich und Europa". Mit dabei: Andreas Bergthaler (Research Center for Molecular Medicine) und Virologin Christina Nicolodi.

 

Anschober ist durchaus positiv gestimmt: "Es gibt eine Stimmungswende hin zur Impfung, auch bei den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen."

Das sind die aktuellen Zahlen der Entwicklung:

  • 1.528 Fälle sind heute positiv, 2.283 neu genesen, die Zahl der Fälle nimmt ab.
  • 66 Todesfälle innerhalb der letzten 24 Stunden sind immer noch viel.
  • Die Zahl der Spitalspatienten nimmt ab (derzeit 2.042), ebenso die Zahl der belegten Intensivbetten (derzeit 337).
  • Der Reproduktionsfaktor liegt derzeit bei 0,97, also unter 1.
  • Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 149 also "recht stabil, aber wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen".

Die Zeit bis Ostern werde schwierig, auch wegen der mutierten Variante des Virus. "Es gibt überall in der EU eine sehr alarmierte Stimmung. Wir sind mit allen im Austausch."

 

Die schrittweise Ausbreitung des mutierten Virus werde in ganz Europa sehr, sehr ernst genommen. Das Virus habe sich bereits sehr ausgebreitet, "Österreich wird keine Insel der Seligen sein." Die drohende Gefahr sei auch der Grund dafür, dass die Ampel weiterhin österreichweit auf Rot geschaltet wurde.

Andererseits: Die Zahl der Geimpften werde ständig steigen, die Witterung werde täglich besser bzw. ungünstiger für die Ausbreitung des Virus. "Wir haben eine Perspektive, aber es dauert noch." Bis Ende Juni könnte die österreichische Bevölkerung durchgeimpft sein, wobei alles davon abhänge, wie schnell die Impfstoffe jetzt genehmigt werden und geliefert werden können.

So wird jetzt weiter vorgegangen:

  • Es gibt weiterhin Lande- und Einreiseverbote. Die Bestimmungen des Grenzübertritts werden evaluiert, wobei die Situation der Pendler berücksichtigt werde.
  • Das Kontrollnetz wird massiv verstärkt: Jeder positive Abstrich bzw. PCR-Test werde auch auf den Verdacht auf das mutierte Virus hin überprüft, zusätzlich werde ein Messsystem über die österreichischen Kläranlagen ausgerollt.
  • In Bezug auf die Öffnung ab 25. Jänner sei man noch mitten in der Analyse - am Samstag sollen die Maßnahmen bekannt gegeben werden. Relevant sei dabei vor allem der Hinweis darauf, dass sich die Ansteckungsgefahr durch die englische Version des mutierten Virus um 50 Prozent erhöhen dürfte, bei der südafrikanischen und der japanischen Variante sei es noch dramatischer
  • Hygiene, Abstand halten, Masken tragen seien nach wie vor die wichtigsten Basis-Maßnahmen. Es dürfte zunehmend eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken kommen.

Andreas Bergthaler vom Research Center for Molecular Medicine erläuterte die Strategie der Wissenschaftler zum Thema Mutation:

Die Strategie gegen die Mutation

Aus folgenden Quellen speisen sich die Sequenzierungen:

  • Verdachtsfälle aus ganz Österreich werden über Ärzte eingemeldet, ebenso Ergebnisse aus positiven PCR-Test.
  • Die Ages bringt Proben aus Clustern ein, die ihr wichtig sind (Heime, Kindergärten, etc.)
  • In Bezug auf die größten Kläranlagen Österreich gibt es ein regelmäßiges Monitoring: Das Vorhandensein von Viren, auch von mutierten Varianten, kann dadurch festgestellt werden, man geht davon aus, dass damit der Status in Bezug auf rund vier Millionen Österreicher erhellt festgestellt werden kann

Sequenziert werde zum Teil das Gesamtgenom, zum Teil nur Teile davon. Durch zweiteres könne die Zahl der Sequenzierungen massiv erhöht werden.

Ziel der Sequenzierungen sei, die Mutationen zu erkennen und weitere Mutationen möglichst zu verhindern.

Situation in den Ländern

Im "Ländle" könnten sich fünf Personen aus Vorarlberg mit der mutierten Variante aus Großbritannien angesteckt haben. Deren Proben wurden zur weiteren Untersuchung nach Wien gesandt. Man hoffe nun auf baldige Antwort aus Wien, hieß es. Sorge bereitete die Nähe Vorarlbergs zur Schweiz, wo bereits sechs Prozent aller Neuinfektionen auf die Mutation zurückzuführen seien, sagte der Leiter des pathologischen Instituts in Feldkirch, Felix Offner, dem ORF.

In Oberösterreich hat der Krisenstab des Landes "zwei begründete Verdachtsfälle" auf die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation gemeldet. Dabei handelt es sich um zwei Personen aus einer Gemeinde im Bezirk Braunau, die sich in der Steiermark angesteckt haben sollen. Die steirischen Behörden seien bereits informiert und die betroffenen Personen behördlich abgesondert, hieß es in der Aussendung des Krisenstabs am Abend.

Erste Verdachtsfälle in der Steiermark

Am Abend gab auch das Land Steiermark bekannt, dass die ersten zwölf Verdachtsfälle auf die britische Coronavirus-Mutation B.1.1.7. aufgetaucht sind. Wo und wie viele es waren, blieb zunächst unklar. Das Probenmaterial befinde sich derzeit zur finalen Analyse bei der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), hieß es in einer Aussendung.

In Niederösterreich besteht in einem Fall der konkrete Verdacht auf eine Coronavirus-Mutation. Nach dem Bekanntwerden von 17 Verdachtsfällen der britischen Coronavirus-Mutation gibt es unter der Bevölkerung des Tiroler Ortes Jochberg offenbar keinen Hinweis auf eine Virusmutation. Drei der vier positiven PCR-Testergebnisse wiesen keine Auffälligkeiten im Profil auf, die auf das mutierte Virus hinweisen, teilte das Land am Donnerstag mit. Lediglich bei einer bereits abgesonderten, engen Kontaktperson liege der Verdacht auf die britische Mutation vor, hieß es. Insgesamt lagen 1.061 Testergebnisse vor, das entspricht rund zwei Drittel der Jochberger Bevölkerung.

Von Freitag bis inklusive kommenden Montag sind außerdem PCR-Testungen im gesamten Bezirk Kitzbühel möglich. Rund 1.000 Menschen meldeten sich laut Land bis zum späten Donnerstagnachmittag dafür an.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

umo10
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Ich glaube

Hr anschober wird bald zurücktreten; sichtlich wird’s ihm zuviel

umo10
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Wo sind die genauen Impfpläne? Was ist mit der Impfung von Moderna

Warum war der Chef-Einkäufer noch nicht in der zib2 bei Armin Wolf????

VH7F
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Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben!

Die Neuinfizierten sinken!

umo10
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Auch die verstorbenen sinken

https://just-the-covid-facts.neuwirth.priv.at/2021/01/14/sterbefallstatistiken/

gonzolo
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ad VH7F ... Evolutionär gibt es um ein Vielfaches mehr an Furchtlosen und Helden, die (un)mittelbar durch diese „Tugenden“ zu Grunde gingen/gehen – man studiere die Geschichte. Auch die Natur liefert da anschauliche Beispiele: Weibliche Katzen erreichen im Durchschnitt ein höheres Alter als die Männchen, weil diese hormongesteuert jede Vorsicht ignorieren, damit sie ihren Trieb befriedigen können.

Und wenn ich jetzt dieses Prinzip über unsere Gesellschaft lege, muss man schon zum Schluss kommen, dass die bloße unmittelbare Triebbefriedigung in unserer nach Komfort strebenden Konsumgesellschaft sogar jetzt dominiert - was zugleich die Vorsicht hinwegfegt, die ihrerseits wiederum durch die Vernunft gesteuert wird, und weil diese – so möchte man meinen – durch die außergewöhnliche Fähigkeit des Menschen, nämlich ein Bedrohungsszenario auch durch Antizipation und Abstrahierung zu erkennen, bestehen müsste. Wir subsummieren dies unter dem Begriff der Kultivierung, durch die wir uns evolutionär von der reinen Triebsteuerung eigentlich durch die Ratio und der Fähigkeit dieses Abstrahierens weg vom animalen Überlebens-Prinzip bewegt haben.

Allerdings lese ich hier davon recht wenig, denn jeder Zweite schreibt hier im Sinne seiner ganz egoistischen unmittelbaren Triebbefriedigungsbedürfnisse – und der Mitmensch, die Gemeinschaft, das Soziale scheinen vollkommen belanglos zu sein.

Sich zu fürchten birgt in sich die Vorsicht – und zugleich die Rücksicht auf andere – und diese ist hier kaum mehr zu finden – gell VH7 …

Dein Spruch ist was für a bisserl dumpe „Helden“ auf riesigen „Heldenfriedhöfen“ …

Irgendeiner
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Nur ein Tipp:

F.M. Wuketits:"Lob der Feigheit",könnte Ihnen gefallen.

gonzolo
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„Wir haben zu viele tote Helden, aber zu wenige lebende Feiglinge!“ …

Ja – das trifft´s – und könnte schon ein beängstigender Blick in die nächste Zukunft sein … und ist hier was, um ordentlich Rot abzugreifen – es wimmelt ja nur so von Helden …

Oft denk ich, ich steh hier im Bohnenkraut ...

checker43
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Ja,

noch. Wenn sich die Sch... Mutante durchsetzt, schauts anders aus.

KVKG
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#checker43

Zu viel x-man inhaliert?

Irgendeiner
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Sinken tun nur die im Mittelmeer,die ihr ertrinken laßt,wir haben Lockdown,

daß da eine Wirkung bei der alten Variante ist wußten wir schon,die Zahlen sind trotzdem viel zu hoch und die neue nimmt erst Anlauf,dann wird man sehen- und wimmern.

Irgendeiner
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Rote Striche der Eigenliebe und

des Schmerzes,wie überaus überraschend,man lacht.

markus144
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Bald wird man...

seitens der Regierungen überlegen wie man weiter macht. Wie lange kann man die wirtschaftlichen Schäden noch verkraften. Jetzt haben wir das ganze schon 1 Jahr lang und ein Ende ist nicht wirklich in Sicht.

China riegelt ganze Städte ab, hat es aber zumindest geschafft das Virus einigermaßen unter Kontrolle zu bringen- lokale Ausbrüche führen wiederum zu Abriegelungen. Wäre vielleicht auch bei uns mal an der Zeit die Strategie zu ändern- irgendwelche Wischi-Waschi Lockdowns mit lustig Skifahren, vereisen und drumherum werden außer einer nachhaltigen Zerstörung der Wirtschaft nicht mehr viel bringen.

Irgendeiner
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Mausbärli, wenn hier eine korrekte Explanation von mir wegkommt,weil

Du dich danebenzubenehmen beliebt hast und mit der Antwort nicht leben kannst,und wieder korrigiert hast wo Du nicht weißt,ein Dauerzustand den wir langsam beheben müssen,dann könnte das meine Laune senken,ich sag nur, daß das keine unbedingt gute Idee ist,noch bin ich im Schokolademodus.Und dann könnte mir neben den Psychopathologien die ich umgehängt bekommen habe noch das eine oder andere einfallen,gibt genug.Ich verfall auch manchmal in so,naja,Obsessionen.

Irgendeiner
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Ach ja und Striche helfen bei mir nicht, haben sie noch nie getan,

Du wirst nicht umhin kommen das freie Feld zu betreten,und dann sehma ja,ach,und ich warte nicht besonders gerne auf wen,ich lege Wert auf Pünktlichkeit.

brody1977
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Es gibt eine Stimmungswende zur Impfung

Aber was hilft die Impfung jetzt wirklich? Ich kann Corona noch immer bekommen, kann es noch immer weitergeben. Vielleicht hab ich wenn ich es bekomme einen mildern Verlauf. Muß dann aber trotzdem zum Testen gehen wenn ich wohin will. Oder vielleicht reicht dann e der Impfpass. Und jetzt nach 10 Monaten, wo sich alle schon mit Masken eingedeckt haben braucht man auf einmal die FFP2 Maske. Bekommt diese auch jeder Bürger gratis? Viele Menschen haben jetzt schon finanzielle Probleme und jetzt kommen nochmal Sonderausgaben dazu. Uns geht es nicht so gut wie euch Politikern denn ich glaube nicht das ihr euch die Masken kaufen müsst.
Leider hat unsere Regierung im Sommer versagt und der Impfplan, der 6 Monate von unserem Herrn Anschober vorbereitet wurde ist auch zu vergessen.
Das einzige was in den letzten Monaten funktioniert hat sind die Pressekonferenz en und die Selbstdarstellung.
Schade das ihr nicht für eure Fehler haften müsst.

Surveve
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Kann jeder sehen wie er will

Immer besser, Schuldige vorzuschieben. Konstruktive Bewältigung kann nur bei jedem einzelnen stattfinden. Maßnahmen sind immer so gut wie die Bereitschaft besteht mitzutun.
Also los und durch.

Stubaital
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Anschober

Wahrscheinlich wird er Ostern als Minister nicht überleben, obwohl er es relativ gut macht.

checker43
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Dann

wird er es auch überleben.

vanhelsing
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Bis Ostern wirds schwierig,

bis Sommer wirds schwierig, bis Herbst wirds schwierig, bis Weihnachten wirds schwierig usw.!!!!!!!

Irgendeiner
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Schwierig dürfte sich hier

als ein Euphemismus von bastianischen Ausmaß erweisen.

checker43
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Und

leider ist es auch so.

gonzolo
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Was willst denn hören, van…?

Alles super … alles roger … alles leiwand …?

ed
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Die nächsten Wochen...

....werden entscheidend sein.

Butterkeks
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...

So wie die 40 anderen Wochen davor auch schon?

gb355
4
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na ja..

und wer beweist, dass er nur in GB mutiert?
Wer weiß, wieviele Mutationen wir Menschen in uns tragen, die
nicht ausbrechen?

gonzolo
11
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Die Wissenschaft beweist das, 355,

weil´s nämlich ohnedies bereits weitere gibt - und deshalb sollte man vorsichtig sein und hoffen, dass die Impfung greift … und bis zu dieser wär es ziemlich fein, WENN SICH DIE LEUTCHEN AN DIE VORSICHTSMASSNAHMEN HIELTEN … (Soll ich´s dir in Lego-Steinen vorlegen 355 …?!)

 
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