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In ÖsterreichBis Ende März sollen 600.000 Menschen geimpft sein

Bisher seien 180.000 Dosen von Biontech/Pfizer und 10.000 von Moderna nach Österreich geliefert worden, so Anschober. Bis Ende des Quartals sollen knapp 1,2 Millionen Impfdosen der beiden Hersteller geliefert werden.

© APA
 

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Donnerstag Impfungen gegen das Coronavirus für "etwa 600.000 Menschen" in Österreich im ersten Quartal angekündigt. Bisher seien 180.000 Dosen von Biontech/Pfizer und 10.000 von Moderna nach Österreich geliefert worden, berichtete er im Rahmen eines Lokalaugenscheins in einem Pflegeheim in Klosterneuburg. Bis Ende des Quartals sollen knapp 1,2 Millionen Impfdosen der beiden Hersteller geliefert werden.

Anschober teilte mit, dass auch von dem bisher noch nicht zugelassenen Impfstoff von AstraZeneca "hohe Bestellungen" getätigt worden seien. Ab dem zweiten Quartal soll es "massive Liefersteigerungen" geben, weil Österreich im Rahmen der EU-Zusatzbestellung bei Biontech/Pfizer 3,8 Millionen Dosen angefordert habe. Das Tempo hänge hier von der Lieferung ab.

Impfung "Schlüssel für Wende"

Die Impfung sei der "eigentliche Schlüssel für die Wende in der Krise", so Anschober. "Im Frühling haben wir davon geträumt", berichtete der Gesundheitsminister. Die Chance gelte es nun gemeinsam zu nutzen. Mit Stand Donnerstagabend sollen in Österreich 74.000 Menschen geimpft sein. Die Anfrage nach dem Impfstoff steige stündlich.

Ob am 25. Jänner der Lockdown beendet werden kann, hängt für den Gesundheitsminister von der Entwicklung um die britische Coronavirus-Mutation ab, die "um 50 Prozent ansteckender" sei. Dass die Impfung aber auch gegen diese wirke, sei "eine weitere Aufforderung dazu, schnell zu impfen", erklärte er.

Die Impfbereitschaft wird mit jedem Stich größer.

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister

Die für Pflege zuständige niederösterreichische Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) bezeichnete die Impfung als "letzten Puzzlestein in die richtige Richtung". "Die Impfbereitschaft wird mit jedem Stich größer", fügte sie hinzu. Für Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) gilt es nun, die Impfstrategie des Bundes umzusetzen und auf die Experten zu hören.

Im niederösterreichischen Landespflegeheim "Agnesheim" wurden am Donnerstag 84 Dosen verimpft, 47 davon erhielten die Bewohner. Weil es im Heim "60 bis 65 Prozent Demenzkranke" gebe, gestalte sich die Aufklärungsarbeit zu den Impfungen schwierig, sagte Heimleiter Michael Strozer. "Wir wollen da nicht drüberfahren", so Strozer. Die Erfahrungen bei der Bestellung des Impfstoffes seien durchwegs positiv gewesen, ein weiterer Impftermin wurde bereits festgelegt.

Je mehr geimpft wird, desto mehr nimmt das Vertrauen in die Maßnahme zu, berichtete eine Ärztin der Einrichtung. Bei der Verabreichung des Impfstoffes habe es keine Zwischenfälle gegeben. "Trotz des weiteren Weges, den wir bei der Bekämpfung des Virus vor uns haben, ist das ein Befreiungsschlag", sagte sie. "Ich war zunächst skeptisch, aber es gibt keine Alternative", berichtete ein Pfleger. Er ging davon aus, dass sich rund 50 Prozent der Mitarbeiter des Heims impfen lassen werden. "Bei den anderen wird es wohl noch mehr Aufklärung brauchen", vermutete er.

Gegen die Skepsis will auch die Landesgesundheitsagentur eine Informationskampagne starten. Besonders die Impfung von Ärzten und Pflegekräften habe Signalwirkung und schaffe Vertrauen. Auch Anschober berichtete, dass sich die Stimmung drehe. "Wir wollen raus aus den Beschränkungen", sagte er. Die Impfung sei darum "unsere einzige Chance".


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Super123
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600000

Ja wir werden bis Ende 2024 wohl im Lockdown sein denn da ist das Montieren des Virus schneller als ganz Österreich geimpft ist .
Ich würde sagen der Staat zahlt mein Gehalt und ich bleib so lange daheim bis die wieder was Aufsperren .

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

600000 von 9 Mio Einwohner, Herr Volksschullehrer wo lassen Sie rechnen,
da sind wir ja 2024 noch nicht fertig. Solche Fachleute haben wir in der
Regierung gebraucht, für nichts zu gebrauchen aber wichtig " Grün".
Der Bundespräsident sollte diesen Glückshafen endlich auflösen bevor
Österreich ins Chaos versinkt. !!!!

Bobby_01
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Bitte

weniger reden und mehr handeln!

voit60
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dafür werden sündteure Inserate in den Printmedien und TV-Sender geschaltet

um die Bevölkerung zum impfen zu motivieren.

robertpustritz
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Toll

Das Kurzchaos geht weiter, von 1,8 Millionen auf 600000 weil sich keiner im letzten halben Jahr darum gekümmert hat.

pescador
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Leider....

.....noch immer sehr wenig.

georgXV
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???

1,2 Millionen Impfdosen (= 600000 geimpfte Menschen im 1. Quartal 2021, das ist LEIDER nicht einmal der berühmte Tropfen auf den heißen Stein !
Mit anderen Worten: viel, viel zu wenig !
O.K., ich habe verstanden, daß unsere Politiker ALLER Parteien NICHT zaubern können.

laster
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zaubern verlangt auch keiner, aber

die sollten mal in die Gänge kommen und wenigstens die vorhandenen Impfdosen schnellstmöglich verimpfen. Die Koordination ist ein Irrsinn.

Das Augenmerk liegt jetzt wohl in der Bewerbung der Impfung. Wofür braucht es eine sündteure Impfkampagne, wenn nicht mal für alle Impfwilligen genug Dosen vorhanden sein werden.

ElCapitan_80
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Pflegheimbewohner

So klein ist der Tropfen dann zum Glück auch nicht:
In Österreich gibt es, wenn ich mich nicht irre, ~100 000Pflegheimbewohner. Aus dieser Gruppe kommen fast 50% der Todesfälle.
Wenn man noch die rund 150 000 Menschen in häusliche Pflege und vermutlich noch mal 100 000 Pflegpersonal dazu nimmt können noch 250 000 Menschen außerhalb der Pflege geimpft werden (z.B. >80Jährige) was schon eine deutliche Entschärfung der Lage bedeuten sollte (vor allem im Hinblick auf Todesfälle und Intensivstationsaufenthalte),

UHBP
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@geo...

Du bist ja immer wieder lustig!
Wenn etwas nicht so läuft wie es laufen soll, dann sind zumindest alle, wenn nicht die anderen schuld.
Ja, alle wollen jetzt einen Impfstoff und da kann wirklich niemand zaubern. Aber warum der eingetroffene Impfstoff nicht verimpft wurde, dass hat nichts mit Zauberei sondern mit Unvermögen zu tun. Und da sind nicht alle Parteien schuld, sondern nur jene die die Verantwortung haben und die Entscheidungen treffen.
Muss Schmerzhaft für dich sein, ist aber so.

wjs13
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Läßt sich auf eine Person reduzieren

und die heißt Rudolf Anschober.
Er hätte alle Möglichkeiten für den Kampf gegen das Virus gehabt und der Rest der Regierung inklusive Bk hätten ein erfolgreiches Management heftig beklatscht und wären froh gewesen nicht eingreifen zu müssen. Aber bei Rudi gab es nur Chaos solange die Infektionzahlen hoch waren, zwischen April und Oktober ist außer Warnen vor der schrecklichen 2. Welle absolut nichts geschehen und seitdem herrscht wieder das Chaos.
Aber Seine Unfähigkeit ist immer noch in Amt und Würden. Das ist Kurz anzulasten.