Wahlen in TschechienPopulismus sticht Pandora: Babis dürften Geldwäsche Vorwürfe kaum schaden

Heute und morgen wählt Tschechien ein neues Parlament. Premier Babis hat trotz Enthüllungen gute Chancen.

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Babis und sein Schloss: Tschechiens Premier soll Geld versteckt haben © AFP
 

Es ist ein Stoff, der das Zeug zu einem Polit-Erdbeben hat: Wie berichtet, hat Tschechiens Premier Andrei Babis über undurchsichtige Offshore-Firmen ein Schloss samt Ländereien an der Côte d’Azur gekauft. So haben es unter dem Titel „Pandora Papers“ global vernetzte Medien recherchiert. Steuerbetrug und Geldwäsche lauten die Vorwürfe. Und all das geschieht kurz vor einer Wahl, bei der sich Babis an diesem Wochenende eine zweite Amtszeit sichern will. Doch in Prag bleibt das Beben aus. Und der Regierungschef dreht den Spieß einfach um. „Eine Mafia“ versuche, seinen Triumph zu verhindern.

Kommentare (1)
jg4186
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1
Lesenswert?

Doch in Prag bleibt das Beben aus

Warten wir einmal das Wahlergebnis ab.
Aber es geht offensichtlich in die Richtung, dass das Volk belogen und betrogen werden will. Ein Premier, der den eigenen Staat betrügt und Geld am Finanzamt vorbeischwindelt - das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Warum werden solche Politiker nicht sofort abgewählt? Unter dem Motto: Geschickt gemacht - würde ich auch tun, wenn ich könnte? Hauptsache, sich nicht erwischen lassen?
Sind Werte wie Ehrlichkeit oder Anstand nicht mehr so wichtig in Gesellschaft und Politik?
Wie ist es mit dem Beben bei uns?