Was Judith Schwentner (Grüne) als Grazer Vizebürgermeisterin und Verkehrsreferentin angekündigt hatte, kommt in Kürze ins Rollen: Die Schmiedgasse wird für Radler tagsüber tabu. Der genaue Starttermin ist zwar noch offen, die Art der Umsetzung hingegen wurde nach der jüngsten Verhandlung vor Ort fixiert: Rund um Ostern, also Ende März/Anfang April, tritt in der Schmiedgasse das Fahrverbot in Kraft – jedenfalls tagsüber und bis zum späteren Abend, auf zwei Rädern kann diese Fußgängerzone fortan nur noch von 21 Uhr abends bis 9 Uhr morgens im Schritttempo erkundet werden. Dies hatte Vizebürgermeisterin Schwentner Anfang Februar als Schlussfolgerung einer Evaluierung bekannt gegeben.
„Wird nicht sofort gestraft“
Mittlerweile ist eben auch klar, was auf Pedalritter zukommt: So werde das neue Fahrverbot zwischen der Stubenberggasse und der Landhausgasse gelten, heißt es im Büro Schwentner. Dort betont man auf Nachfrage aber auch: „Es wird nicht sofort gestraft.“ Vielmehr will man in den ersten Tagen nach Inkrafttreten auf „Alma“ setzen: Die gleichnamige Eule ist das Maskottchen einer Kampagne der Stadt und hatte schon im vergangenen Jahr zahlreiche Auftritte, wenn es um Bewusstseinsbildung und einen Appell für ein Miteinander im Straßenverkehr ging.
Zusätzlich jedoch werden in der Schmiedgasse jene Tafeln mit der Aufschrift „Bitte absteigen – Zone für Fußgänger“ installiert, die bereits auf dem Franziskanerplatz zum Einsatz kommen. Und dort wiederholt ignoriert werden (wir berichteten). Passiert dies künftig auch zwischen Stubenberg- und Landhausgasse, blüht Ertappten – wie am Franziskanerplatz – ein Organmandat über 30 Euro oder gar eine Strafverfügung über 70 Euro.