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Neueste UmfragenMehrheit glaubt, dass die Koalition nicht durchhält

Laut einer aktuellen Umfrage von Meinungsforscher Peter Hajek ist das Vertrauen in die türkis-grüne Koaltion zurückgegangen. 52 Prozent von 800 befragten Östereicherinnen und Österreichern glaubt, dass die Koalition nicht bis 2024 durchhält.

Die Regierung hat gestern ihren wirtschaftlichen "Comebackplan" vorgestellt © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Gestern hat die Regierung im frühlingshaften Wien einen wirtschaftlichen "Comebackplan" vorgestellt, der sich einerseits aus dem Wiederaufbau-Fonds der EU aber auch aus einer Reihe von nationalen Maßnahmen speisen soll. Ob die Frühlingssonne der Regierung auch weiterhin so gewogen ist oder ob dunkle Wolken aufziehen ist derzeit noch unklar und wechselhaft wie das April-Wetter.

Die nächste Nationalratswahl steht 2024 an - übrigens auch die nächste Europawahl. Ob die türkis-grüne Koalition die gesamte Legislaturperiode durchhält, ist fraglich - die meisten politischen Kommentatoren gehen aber davon aus, dass in der Krise keine Trennung möglich ist und Türkis-Grün die nächsten Monate durchhält. Meinungsforscher Peter Hajek hat jedoch in einer aktuellen Umfrage für ATV erhoben, dass die Mehrheit der Österreicher nicht glaub, dass die Koalition bis zur nächsten Wahl Bestand hat.

Hajek befragte 800 Österreicherinnen und Österreicher, ob sie der Ansicht sind, dass die Koalition, bestehend aus ÖVP und Grüne, bis zur Legislaturperiode 2024 halten wird.

  • Eine Mehrheit von 52 Prozent ist der Ansicht, dass diese nicht bis zum Ende besteht.
  • Im Gegensatz zu 40 Prozent, die meinen, dass diese "ganz sicher" bis "eher ja" halten wird.

Im Vergleich zu einer Umfrage von Unique Research im Auftrag von Profil im März 2021 (Feldarbeit: 1. bis 4. März) hat das Vertrauen  in das Bestehen der Koalition abgenommen.

  • Im März waren noch 47 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher der Meinung, dass die Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode halten wird.
  • 44 Prozent waren gegenteiliger Ansicht.

Peter Hajek ergänzt: "Nicht nur unter den Wählerinnen und Wähler der Opposition, sondern auch die grüne Wählerschaft schwächelt. Immerhin noch drei von vier ÖVP-Wähler glauben daran, die derzeit schwierige Situation überwinden zu können."

ÖVP und Kurz verlieren in Umfragen

Ein verändertes Stimmungsbild zeigte auch der APA/OGM-Vertrauensindex von Freitag. 

Den negativen Stimmungstrend für die ÖVP bestätigt nun auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique research für das Nachrichtenmagazin "profil". Demnach verliert die ÖVP zwei Prozentpunkte und kommt nur noch auf 33 Prozent. Das ist ihr niedrigster Wert seit Februar/März 2019. Vom Rückgang der ÖVP profitiert die FPÖ, die zwei Prozentpunkte auf 19 Prozent zulegt.

Die SPÖ verharrt bei 24 Prozent, die Grünen legen zu auf 12 Prozent (+2) und überholen damit wieder die NEOS mit 10 Prozent (-2).

In der Kanzlerfrage sackt ÖVP-Obmann Sebastian Kurz auf 27 Prozent (-3) ab, das ist der tiefste Wert seiner Amtszeit. Davon kann die politische Konkurrenz aber nicht wirklich profitieren. Viele Wähler und Wählerinnen geben laut "profil"-Vorabmeldung an, keine der offerierten Personen wählen zu wollen. SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner kommt auf 16 Prozent (+1), FPÖ-Obmann Norbert Hofer bleibt bei 11, NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger bei 7 und Grünen-Chef Werner Kogler legt leicht auf 5 Prozent (+1) zu, bleibt aber am letzten Platz.

Chat-Protokolle "ernüchternd"

Die Chat-Protokolle von Kurz, Finanzminister Gernot Blümel und ÖBAG-Chef Thomas Schmid finden 38 Prozent "ernüchternd". 18 Prozent sagen, sie "verstehen die Aufregung nicht, das war in Österreich schon immer so", 9 Prozent finden das "in Ordnung, denn diese Posten müssen von der Regierung mit Vertrauenspersonen besetzt werden". 27 Prozent kennen die Chat-Protokolle nicht.

Erfreut reagierte FPÖ-Obmann Norbert Hofer auf diese Umfrage. Er sprach in einer Aussendung von einer erfolgreichen Aufholjagd seiner Partei und sagte: "Wir holen uns die Wähler von der ÖVP zurück."

 

Kommentare (44)
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derleobner
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Aber sicher,

die Grünen sind die neuen Türkisen, das hält aber fix.

Lodengrün
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Wie auch?

Wenn einer nur den Unterhalter gibt und Österreicher ihm dienen soll und nicht umgekehrt.

voit60
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Die Umfrage zum scheint unseren Kurz Kampfposterer

Sehr im Magen zu liegen. Mich stört eher, dass noch immer so viele auf den Dampfplauderer rein fallen.

SoundofThunder
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Kurz hat im Falle einer Neuwahl ein Problem:

Wer würde schon mit ihm eine Koalition eingehen? Deswegen werden die beiden Einbeinigen sich aneinander klammern damit sie nicht umfallen. Und auf Zeit spielen,weil das Langzeitgedächtnis des Österreichers bekanntlich Kurz ist. Deswegen glaube ich nicht an Neuwahlen. Und die Türkise Wählerschaft ist für ihren Kadavergehorsam bekannt. Die wählen immer gleich.

dieRealität2020
14
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Hofer dürfte von Schwammerln im Winter träumen. Wie können Menschen sich selbst so belügen? Bei der FPÖ seit Ibiza an der Tageesordnung.

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("Erfreut reagierte FPÖ-Obmann Norbert Hofer auf diese Umfrage. Er sprach in einer Aussendung von einer erfolgreichen Aufholjagd seiner Partei und sagte: "Wir holen uns die Wähler von der ÖVP zurück.") Die FPÖ wird auch bei der nächsten Wahl noch immer im Graben stehen.
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Diese Firmen versuchen sich schon seit Mitte der 80er Jahre an Umfragen, verständlicherweise natürlich für den Auftraggeber zu gestalten. Hier wird mit Menschen Fragen und Themen gedreht und gewendet, was benötigt wird. So kann man dann besser über bestimmte Themen und Artikel schreiben die ein Teil der Leser lesen möchten.
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Wie sollte man weiterhin Aufträge erhalten? Die Realität zeigt halt das es nur Momentaufnahmen sind .>>>>>> Daher bedarf es keiner Sorge für die ÖVP und die GRÜNEN. Wenn ich die letzten Jahrzehnte bis dato zurückblicke eine den Umstände entsprechende ausbaufähige Koalition und Bundesregierung. <<<<<< Nur wer arbeitet und Entscheidungen für einen Staat ein Land mit 9 Mio. Bürger treffen muss macht auch fallweise Fehler. Nicht weniger in einem Unternehmen.
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@bimsi1 hat das zutreffend formuliert. Denn Wahlergebnisse stellen oft Umfragen auf den Kopf. Ist einfach nachzufragen und nachzuschlagen. Warum? Da der Großteil der Wähler schon seit Jahrzehnten und heute noch mehr, erst Tage oder direkt vor der Wahl seine Entscheidung und dann zum Großteil unter Bezug auf sachliche Sichtweisen trifft. Wer bis dato ÖVP und GRÜN gewählt hat, wird es zum Großteil wieder tun.

bimsi1
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Die Umfrage des profil.

Jeder weiss doch selbst, welchen Wert Umfragen haben - jedenfalls keinen besonders großen.
Denn WAhöergebnisse stellen oft Umfragen auf den Kopf. Und wenn es heißt, die ÖVP käme "nur noch auf 33%". Dann ist das gerade in diesen Tagen, wo von allen Seiten auf sie eingetroschen wird - weil sie halt, wie alle Regierungen vor ihr - Personalentscheidungen getroffen hat - dann ist das noch immer ein sehr guter Wert, nämlich ein so guter Wert, dass die anderen Parteien total eifersüchtig auf die ÖVP schauen. Umfragen sind freilich immer Momentaufnahmen.

leli
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🤮

Wie entlarvend die hofersche ansage. Die wollen nicht in erstef linie pandemie u. Drohende krisen bewältigen sondern durch ihren "kurs" bloss stimmen gewinnen mit allen mitteln.

bimsi1
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Der APA Vertrauensindex ist belanglos.

Die Wähler entscheiden immer nach den Standpunkten der Parteien zu den Themen, die am Tisch liegen.

dieRealität2020
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Zustimmung

++++++++++++++++

UHBP
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@bim..

Dem einfachen Türkiswähler sind die Themen egal. Ob irgendetwas vom Versprochenem umgesetzt wurde, egal.
Nicht das Erreichte zählt, die Erzählung reicht.

dieRealität2020
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Sorry, ein Nonsens dieser Beitrag. Raubersgeschichten.

Sie sollten einmal sachliche Beiträge schreiben und nicht nur bedeutungs- und wertlose emotionelle Anfeindungen.

Lamax2
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Die Regierung schwankt....

... aber sie wird durchhalten; so eine Hetzkampagne quer durch die Bank der Opposition gab es auch noch nie. Da werden in Zeiten, die für alle schwer und vorallem neu sind, Mittel angewandt, die oft unter die Gürtellinie gehen und normalerweise Menschen krank machen. Dafür halten sie sich eh gut.

SoundofThunder
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Hetzkampagne?

Die Chats haben schon Kurz,Blümel,Pilnacek,Schmid und Co. selber geschrieben.

Lepus52
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Also "Hetzkampagne" ?

Die Causa Schmied ist klarer Betrug. Er hat sich selbst die Ausschreibung gezimmert und die Aufsichtsräte, die ihn dann bestellen sollten, ausgesucht. So eine dreiste und verlotterte Vorgangsweise gab es noch nie. "Bist ja Familie, kriegst eh alles, was du willst! Bussi, Bussi!"

Mein Graz
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@Lamax2

Kurz hat euch einen "neuen Stil" versprochen, und den haben wir jetzt ja auch: noch mehr Freunderlwirtschaft, Verachtung für die Menschen, IV-Wünsche-Erfüllung, gebrochene Versprechen, Ankündigungen die nicht halten...........

Es sind keine "Hetzkampagnen", die Kritik ist durch die Türkisen wohl selbst verursacht.

zappa1
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hetzkampagne

Und darum kann man in einer solchen Zeit treiben was man will und niemand soll was aufdecken
das würde vielen tuerkisen gut passen

brody1977
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So wie es vielen Bürgerinnen und Bürger

Schon zu viel ist wird es den Grünen auch mal reichen. Das was bei den Türkisen zur Zeit an Korruption abläuft ist nicht normal. Mal schauen wie lange die Grünen noch als Steigbügelhalter bleiben und sich verarschen lassen. Ich habe in diese Regierung leider überhaupt kein Vertrauen mehr.

Stony8762
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52% von 800 Befragten! Das sind 416! Seeehr aussagekräftigt!

Stony8762
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Rechnet nach, ihr Komiker!

voit60
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KURZ MUSS WEG

so schaut es aus Steinderl.

PiJo
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Zahltag

Kritisch für die Koalition wird es nach der Pandemie kommen, wenn die entstandenen Kosten auf die Bevölkerung ungleich aufgeteilt werden
Viele der arbeitenden Bevölkerung werden die Einschränkungen zu spüren bekommen und die Regierung wird an den Divergenzen von türkies und grün scheitern

Schwoazasteira92
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Nein zur ÖVP

So eine korrupte Bundesregierung hatte Österreich noch nie.

bimsi1
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Sie wissen es ja nicht.

Sie wissen nicht, was damals in den letzten Jahrzehnten alles besprochen wurde von SPÖ, ÖVP und FPÖ - weil es damals hinter gepolsterten Türen stattfand und jetzt durch SMS und Whatsapp,

dieRealität2020
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So war es.

Punkt genau zutreffend. Von der SPÖ Alleinregierung ganz zu schweigen. Allein wenn ich nur an die verstaatlichte Industrie denke. Der Großteil hier ist halt ahnungslos. Von den anderen Institutionen des Staates nicht zu sprechen. Natürlich könnte man sagen, das gibt der heutigen und zukünftigen Koalition und Regierung nicht das Recht gleiches zu tun.
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Anscheinend haben manche Menschen auf dem Mond in diesem Land gelebt. In allen Bereichen und in allen Ebenen und in allen Berufsebenen vom Straßenkehrer bis zum Präsidenten (Liste gefällig?) wird der Spruch verwendet "einer kennt einen und der kennt wieder einen und der kann dann helfen". Was denken sie wie in den Jahren der Verstaatlichung überall nicht nur Politiker, sondern auch Normalsterbliche Jobs erhielten?
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Sehe da nichts Anrüchiges oder Verwerfliches. Diese Verhaltens- und Handlungsweisen sind einfach seit Kriegsende ein Bestandteil unserer Gesellschaft. Und jeder versucht davon Gebrauch zu machen. Selbstständige und Unselbstständige. Einer hat Verbindungen einer hat sie nicht.

Brauchealles
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Sie wissen es ja nicht.

Und was rechtfertigt das genau?

Stony8762
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Brauche

Auf keinen Fall berechtigt das zu. Vorverurteilungen aufgrund von Behauptungen!

 
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