Die Zukunft reist mit dem Zug an und klopft bereits an die südösterreichische Tür. Die „Area Süd“ mit ihrem Einzugsgebiet von 1,8 Millionen Menschen und rund 700.000 Beschäftigten könnte das zweitgrößte Ballungszentrum Österreichs werden. Doch ohne die passende Infrastruktur bleibt dieser Raum ungenutztes Potenzial. Bis dato fehlen allerdings in vielen Bereichen konkrete Pläne und noch mehr das notwendige Budget, um die erforderliche Infrastruktur – sei es im Wohnbau, bei Bildungseinrichtungen oder in der Kinderbetreuung – zeitnah auf den Weg zu bringen. Gerade für Studierende, die von der schnelleren Anbindung profitieren könnten, sind bezahlbare Wohnungen bislang Mangelware. „Vor allem muss zum Beispiel das Angebot für studentisches Wohnen zukünftig massiv ausgebaut werden“, sagt der für Stadtentwicklung zuständige Vizebürgermeister Ronald Rabitsch (SPÖ). Ohne diese Voraussetzungen droht die Koralmbahn mehr Pendlerströme zu schaffen, die leider allesamt in die andere Richtung brausen werden. Im kommenden Jahr plant die Stadt Klagenfurt, zusammen mit der Wirtschaftskammer, einen Zukunftsdialog zum Thema Koralmbahn, wo das Thema aus verschiedenen Aspekten (Wirtschaft, Bildung, Wohnraum etc.) beleuchtet werden soll. Auch in Graz soll dieser Dialog stattfinden.
Möglichkeiten
Koralmbahn: Klagenfurt darf nicht auf der Strecke bleiben
Ein Jahrhundertprojekt rast auf Kärnten zu. Um den Anschluss nicht zu verpassen, müssen in Klagenfurt die richtigen Weichen gestellt werden.
© Alexander Danner