Pro: Man soll den Sinn des Tages feiern!

Achtung: Es wird katholisch. Der Heilige Josef, dessen Feiertag heute gefeiert wird, war der Nähvater des kleinen Jesus. Heute würde man Patchwork sagen. Und dieses Familienbild, das von der Liebe und nicht von der Blutslinie geprägt ist, gilt es zu feiern. Braucht es dazu einen freien Tag? Braucht es ein paar Tage nach den Semesterferien wieder eine zerrissene Woche? Natürlich kann man mit dem Verlust der Wertschöpfung an einem weiteren arbeitsfreien Tag argumentieren. Doch wenn man sich an diesem Tag des Patrons und dessen, was man von ihm lernen kann, entsinnt, spricht vieles dafür. Ein Tag, der die Liebe innerhalb der Familie feiert – vielen Menschen würde das gut tun.

Contra: Ein Ehrentag muss kein freier Tag sein!

Die Josefsverehrerinnen und -verehrer mögen es verzeihen: Dem Schutzpatron der Arbeiter, Zimmerer, ... wird nicht weniger Ehre zuteil, wenn die Arbeiter, Zimmerer, ... an diesem Tag (weiterhin) nicht frei haben. Das sollte auch für Schüler und Pädagogen gelten dürfen. In der familiären Praxis wird an diesem Tag ohnehin das Patchwork strapaziert: Wenn die Jüngere im Kindergarten ist, der Ältere aber schulfrei hat und beide Elternteile arbeiten sollten. Jessas, Maria und Josef: Am Josefitag muss niemand mehr frei haben. Die Steiermark macht das neuerdings vernünftig, forciert rund um den Festtag des Heiligen Josef Führungen in Kirchen und stellt Musik- und Chorkonzerte in die Auslage.