Noch zeigt sich der neue ÖVP-Chef Christian Stocker selbstbewusst. Im Vorfeld etwaiger Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ zieht der neue Mann an der ÖVP-Spitze rote Linien, deutet Voraussetzungen für eine türkis-blaue Koalition an. Doch tatsächlich könnte die Verhandlungsposition der Volkspartei kaum schlechter sein: Eine Dreierkoalition mit SPÖ und Neos ist gescheitert, aus Neuwahlen würde man wohl noch weiter geschwächt hervorgehen. Die FPÖ weiß das. Es müsse klar sein, dass die ÖVP diesmal nur Zweitplatzierte sei, hatte FPÖ-Chef Herbert Kickl am Dienstag betont. Wie weit sich der Juniorpartner durchsetzen kann, haben vor allem die Freiheitlichen in der Hand.