Für viele Menschen ist es unvorstellbar, auf einen echten Christbaum zu verzichten. Doch immer mehr schwören auch auf ihren Plastikbaum und seine Vorteile - etwa Umweltfreundlichkeit. Zurecht? Die Frage nach dem passenden Baum beschäftigt viele Menschen in der Adventzeit. Während man einen echten Christbaum am Ende entsorgen muss, kann man künstliche wiederverwenden. Sie nadeln nicht und eignen sich für Allergiker. Vor allem ältere Menschen entscheiden sich häufiger für Plastikbäume, zeigt eine aktuelle Studie.
Laut „Verband natürlicher Weihnachtsbaum (VNWB)“ haben Plastikbäume - vor allem günstige - nur eine Lebensdauer von wenigen Jahren, bevor sie weggeworfen werden. Künstliche Christbäume bestehen zudem aus Verbundstoffen, die sich wirtschaftlich kaum trennen lassen, so der VNWB. So stellt die geringe Recyclingquote von Plastik ein zusätzliches Problem dar. Im Gegensatz dazu können Naturbäume problemlos kompostiert, energetisch genutzt oder für Heimwerkarbeiten verwendet werden.
Echte Tanne umweltschonender als Plastik
Natürliche Christbäume sind klimafreundlich. Sie entziehen der Atmosphäre CO2 und haben eine positive Wirkung auf das Ökosystem. Achten Sie darauf, dass der Baum in Ihrer Region gewachsen ist. Die weitere Nutzung des Baumes nach den Festlichkeiten für Bastelarbeiten tragen dazu bei, dass der Baum auch nach seiner Verwendung klimafreundlich bleibt, so der VNWB. Wer einen Garten hat, kann einen lebenden Baum mit Ballen kaufen und ihn nach dem Fest einpflanzen.
Überblick über die verschiedenen Christbaum-Arten:
1. Der echte Weihnachtsbaum
Traditioneller Charme: Echte Weihnachtsbäume, wie die Nordmanntanne oder Fichte, versprühen klassischen Weihnachtszauber und duften herrlich nach Wald.
Natürlicher Look: Kein künstlicher Baum kann das Aussehen und das Gefühl eines echten Baums vollständig nachahmen.
Regional erhältlich: Wer Wert auf Regionalität legt, kann seinen Baum beim lokalen Bauern kaufen und so die Umweltbelastung durch lange Transportwege reduzieren.
Nachteile:
Kurzlebigkeit: Echte Weihnachtsbäume halten nur wenige Wochen und verlieren oft schnell ihre Nadeln, vor allem bei zu warmer Raumtemperatur.
Entsorgung: Nach den Feiertagen stellt sich die Frage nach der Entsorgung. Zwar bieten viele Gemeinden Sammelstellen an, dennoch fällt ein gewisser Aufwand an.
Ökologischer Fußabdruck: Der Anbau und Transport von Weihnachtsbäumen verursacht CO2-Emissionen. Zudem werden oft Pestizide eingesetzt, die die Umwelt belasten.
Transport: Mühsam zu transportieren, besonders für alleinstehende Menschen.
2. Der lebende Baum im Topf
Wiederverwendbarkeit: Ein Weihnachtsbaum im Topf kann nach den Feiertagen im Garten eingepflanzt oder im nächsten Jahr wiederverwendet werden.
Langlebigkeit: Bei guter Pflege kann ein lebender Baum mehrere Jahre Freude bereiten und die Umwelt entlasten.
Natürlicher Charme: Wie der gefällte Weihnachtsbaum verleiht auch ein lebender Baum der Wohnung eine gemütliche Atmosphäre und einen angenehmen Duft.
Nachteile:
Pflegeaufwand: Damit der Baum überlebt, braucht er spezielle Pflege, wie regelmäßiges Gießen und ein passendes Standortklima. Zu warme Räume können ihm schaden.
Größe und Gewicht: Bäume im Topf sind oft kleiner und schwerer als gefällte Bäume, was den Transport und die Aufstellung erschweren kann.
Begrenzte Wiederverwendbarkeit: Nicht alle Bäume überleben die Rückkehr in die Natur, vor allem, wenn sie zu lange in warmen Innenräumen standen.
3. Der künstliche Weihnachtsbaum:
Langlebigkeit: Ein Plastikbaum kann mehrere Jahre verwendet werden, was auf lange Sicht kostengünstig ist und Abfall reduziert.
Geeignet für Allergiker: Da sie nicht nadeln, sind sie bestens geeignet für Allergiker.
Kein Nadeln: Im Gegensatz zu echten Bäumen bleibt ein künstlicher Baum sauber und verliert keine Nadeln.
Flexibilität: Künstliche Bäume gibt es in vielen Größen, Farben und Formen – von klassisch grün bis hin zu modernen Designs.
Nachteile:
Umweltbelastung: Die Herstellung und Entsorgung von Plastikbäumen verursacht einen hohen CO2-Ausstoß und belastet die Umwelt, da sie nicht biologisch abbaubar sind. Erst nach dem 17. Aufstellen hätte er eine bessere Ökobilanz als ein echter Baum.
Künstlicher Look: Auch wenn moderne Plastikbäume sehr echt aussehen können, fehlt ihnen oft der natürliche Charme und der Duft eines echten Baumes.
Lagerung: Nach Weihnachten muss der Baum eingelagert werden, was Platz benötigt.
4. Der nachhaltige Weihnachtsbaum aus Pappe oder Karton:
Umweltfreundlich: Bäume aus recyceltem Material wie Pappe oder Karton sind biologisch abbaubar und können nach den Feiertagen einfach entsorgt oder wiederverwendet werden.
Individuelle Gestaltung: Diese Bäume können bemalt, beklebt oder anderweitig dekoriert werden, was sie zu einem kreativen Projekt für die ganze Familie macht.
Platzsparend: Nach der Weihnachtszeit lassen sich solche Bäume einfach zusammenklappen und platzsparend verstauen.
Nachteile:
Kein natürlicher Look: Ein Baum aus Pappe sieht nicht natürlich aus und versprüht nicht den gleichen Charme wie ein echter Baum.
Eingeschränkte Dekorationsmöglichkeiten: Schwere Kugeln und Lichterketten können oft nicht befestigt werden, da das Material nicht stabil genug ist.
Brennbar: Bitte keine echten Kerzen verwenden, sondern stattdessen ausschließlich Lichterketten
Kürzere Lebensdauer: Im Vergleich zu Plastikbäumen halten Pappbäume oft nur wenige Jahre, bevor sie ausgetauscht werden müssen.
Vorsicht bei Haustieren: Wohnen Katzen in der Wohnung, kann der Papp-Baum rasch zum Kratzbaum avancieren.