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Weinserie LeseZeitRieslinge aus Kitzeck im Sausal: Weine mit Aha-Effekt

In Kitzeck-Sausal gedeihen prächtige Rieslinge in kargen Höhen. Und gerade das macht sie so einzigartig.

Kitzeck im Sausal liegt zwischen Koralpe und Kleiner Ungarischer Tiefebene. Hier die Wohlmuth-Lage Dr. Wunsch © Weingut Wohlmuth
 

Die Bedingungen, unter denen der Riesling in Kitzeck-Sausal wächst, sind abenteuerlich – teils steile und hohe Lagen bis zu 600 Meter, karge und knochentrockene Böden trotz der Menge an Niederschlag, heiße Tage, kalte Nächte bis zur späten Lese im November. Doch all das macht dem Riesling nichts aus. Im Gegenteil.

Das Spannungsspiel zwischen Kühle und Wärme spiegelt sich im Wein wider. Ein Duft von Pfirsich und Marille fängt sich im Glas, „der Schiefer verleiht ihm die Würze und die Höhenlage eine gewisse Enge am Gaumen“, sagt Gerhard Wohlmuth. Schlank und straff, finessenreich und komplex präsentieren sich die Rieslinge aus Kitzeck-Sausal. Eine einzigartige Kombination, die auch international gefragt ist.

Zu den Weinpaketen

Die beiden Weingüter Schauer und Wohlmuth haben exklusiv für die Kleine Zeitung zwei Weinpakete zum Thema Schiefer & Riesling geschnürt - ab sofort versandkostenfrei und zu
Ab-Hof-Preisen im Kleine-Zeitung-Shop erhältlich.

Von Japan bis USA

Etwa 70 Prozent der Rieslinge des Weinguts Wohlmuth verlassen das Land und werden von Großbritannien bis in die USA getrunken. Rund 30 Prozent exportiert das Weingut Schauer – etwa nach Japan oder Belgien. Ein Wein mit Aha-Effekt, denn „bei Verkostungen erwartet man zunächst keinen großen Riesling aus der Steiermark“, erklärt Stefan Schauer.

Zum Weingut Schauer

Die Wurzeln des Weinguts Schauer reichen bis ins Jahr 1757 zurück, heute führen Bernhard und
Stefan Schauer den Betrieb in Greith 21 in Kitzeck im Sausal.

 

Zum Weingut Wohlmuth

Das Weingut Wohlmuth in 8441 Fresing 24 ist seit 1803 ein reiner Familienbetrieb. Die Einzellage Ried-Edelschuh wurde schon 1322 urkundlich erwähnt. Maria und Gerhard Wohlmuth führen den Betrieb gemeinsam mit der jungen Generation, Marion und Gerhard Wohlmuth.

Beide Weingüter gehören zu den Riesling-Fans und Förderern der ersten Stunde. Die junge Generation sorgt mit ihren Weinen für frischen Wind und fährt damit Bestnoten ein. „Der Riesling war schon das Steckenpferd meines Vaters“, erinnert sich Stefan Schauer. Zwei Hektar waren bereits ausgepflanzt, als er mit seinem Bruder Bernhard 2009 in das elterliche Weingut einstieg.

„Vor 200 Jahren war der Riesling in Kitzeck-Sausal die wichtigste Rebsorte“, schildert Gerhard Wohlmuth. Dann ging viel Fläche verloren, doch „er blieb immer im Sortiment. Für meinen Großvater war er der hochwertigste Wein.“ Heute setzt man wieder auf sechs Hektar Rieslingfläche. Mit Potenzial nach oben.

Zu den Weingärten

Nach wie vor werden die massiven Schiefersteine der Bodenoberfläche mit Hämmern klein geschlagen. Jeder einzelne Rebstock wird so in die kargen Böden eingearbeitet. Bewässert wird nicht, die steilsten Einzellagen werden mit der Sense gemäht. Die Weingärten liegen auf einer Seehöhe von 400 bis 600 Metern und zählen mit enormen Steigungen  zu den steilsten Rebbergen Europas.

Charaktervoll

Vor allem in jungen Jahren hat der Riesling zu kämpfen. Anders als in der Wachau, wo mit Wasser aus der Donau nachgeholfen wird, leben die Reben in Kitzeck-Sausal nur vom Niederschlag. Um zu überleben, schlagen sie ihre Wurzeln tief in den Boden, der kaum Wasser speichert. Das formt den Charakter.

Üppig und schmeichelnd wie noch vor ein paar Jahrzehnten schmeckt die Spezialität aus Kitzeck-Sausal nicht mehr. Sie schmeckt auch anders als jeder andere Riesling auf der Welt. Denn die Mineralität der roten, grauen und blauschwarzen Schieferböden, die das Urmeer auf dem Inselberg vor 400 Millionen Jahren zurückließ, der alpine Einfluss des Klimas und kundige Winzerhände formen einen einzigartigen Wein.

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