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Weinserie LeseZeit"Der Schilcher ist einer der besten Rosés in Mitteleuropa"

Vielfach prämierte, international geschätzten Rarität: Was die neue Schilcher-Generation ausmacht. Nachgefragt bei zwei Vorzeigebetrieben in der Schilcherheimat Weststeiermark.

Liegt im Trend: der "Rosé" aus der Weststeiermark © (c) Fenea Silviu - stock.adobe.com (Alin.Bogdan)
 

Der Schilcher hat sich längst zum Spitzenprodukt gemausert. Auf etwa 500 Hektar Rebfläche dehnt sich der Blaue Wildbacher über die Weststeiermark aus. Im Vergleich zu seiner Beliebtheit ein kleines Gebiet, denn mittlerweile hat er Liebhaber auf der ganzen Welt gefunden. „Die Anerkennung ist in den letzten Jahren stark gewachsen“, erklärt Erika Lazarus vom gleichnamigen Weingut in St. Stefan ob Stainz.

„International vergleicht man den Schilcher gern mit Roséweinen und das ist momentan ein Trendthema.“ Der Schilcher treffe das Geschmacksprofil, ist auch Önologe Stefan Langmann überzeugt. Auch sein Weingut ist in St. Stefan ob Stainz beheimatet. Die Urgesteinsböden und der kalte Koralmwind auf Lagen zwischen 400 und 600 Metern machen aus dem Blauen Wildbacher eine weltweit einzigartige Spezialität.

Zum Terroirgedanken

Je nach Boden und Anbaufläche entwickelt sich der Schilcher anders. „Wir versuchen, Terroir zu transportieren“, erklärt Stefan Langmann. Und das gelingt auf den ausdrucksstarken Gneis- und Schieferböden der Weststeiermark ausgezeichnet. Die Weine sind von Mineralität geprägt, würzig, von frischer Säure und dennoch fruchtig.

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Eine feine Mischung, die auch den teils großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht geschuldet ist, wie Erika Lazarus betont. Seit dem Jahrgang 2018 trägt der Schilcher die Herkunft auch auf dem Etikett (Weststeiermark DAC).

Kaum zu glauben, dass mit dem eleganten Wein von heute in den Anfängen keiner umzugehen wusste. „Sie haben uns einen rosaroten Essig vorgesetzt, den sie Schilcher nannten“, schrieb Papst Pius VI. im 18. Jahrhundert in sein Tagebuch.

Schilcher etablierte sich

Und tatsächlich haftete dem zwiebelschalenfarbenen bis tiefrosa schillernden Wein (daher der Name) lange Zeit der Ruf einer Rabiatperle an. Reblaus und Mehltau knabberten obendrein an der Gesundheit der Reben. Doch allem zum Trotz etablierte sich der Schilcher dank einiger engagierter Weinbauern zum Qualitätsprodukt.

Heute wird um etwa drei Wochen früher geerntet als noch vor 20 Jahren. Das Traubenmaterial ist reifer. „Es wird nachhaltig, ohne Herbizide und Insektizide, produziert“, betont Langmann.

Wie ein Rosé wird der Schilcher aus der Blauen Wildbachertraube, einer Verwandten des Blaufränkischen, erzeugt. Die Trauben dieser urweststeirischen Rebsorte werden „schon vom Weingarten weg Richtung Rosé verarbeitet“, erklärt Langmann. Und das trifft den internationalen Geschmack. „Der Schilcher ist einer der besten Rosés in Mitteleuropa.“

Wie man ihn genießt? Als Aperitif an Sommertagen, aber auch als Speisenbegleiter gewinnt der Schilcher zunehmend Fans. Ob trocken ausgebaut (sogar zu Fisch- oder Kalbfleischgerichten) oder süß zu Käse und Desserts - bei Tisch entpuppt sich die Spezialität aus der Weststeiermark als Multitalent.

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