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Forderung der KrebshilfeAlle Viertklässler sollen gegen HPV geimpft werden

Der Krebshilfe-Präsident fordert "Opt-Out" für HPV-Impfungen, um die Durchimpfungsrate zu erhöhen.

© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs wünscht sich Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, dass alle Viertklässler gegen HPV geimpft werden, außer deren Eltern würden dies aktiv ablehnen. Eine derartige Impfung wäre "extrem wirksam", da Gebärmutterhalskrebs nahezu ausschließlich durch HPV-Viren verursacht werde, erklärte der Krebshilfe-Präsident gestern bei einer Pressekonferenz.

Die Impfung gibt es seit ungefähr 15 Jahren, seit 2014 ist sie auch Bestandteil des kostenlosen Schulimpfprogrammes für Kinder zwischen dem neunten und zwölften Geburtstag. Es könne aber aufgrund von Umfragen davon ausgegangen werden, dass weniger als die Hälfte der Kinder auch dagegen geimpft sei, sagte Sevelda.

Was ist HPV?

HPV ist die Abkürzung für humane Papillomaviren: Die Viren werden durch sexuellen Kontakt übertragen und führen zu Infektionen.

Bestimmte Typen von HPV können Krebserkrankungen am Gebärmutterhals, an Scheide, Vulva, Penis und Anus auslösen sowie Tumore in Rachen und Kehlkopf.

Die HPV-Impfung ist für Mädchen und Buben von 9 bis 12 Jahren kostenlos.

Antrag im Nationalrat

Die NEOS schlossen sich der Forderung nach einer HPV-Impfung mit "Opt-Out"-Funktion an. "Das wäre ein signifikanter Beitrag zur allgemeinen Gesundheit in Österreich", sagte Gerald Loacker, Gesundheitssprecher der NEOS, und kündigte einen entsprechenden Antrag im nächsten Plenum des Nationalrats an.

 

Kommentare (2)

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Amadeus005
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Gute Idee

Was aber tun, wenn die Elternteile unterschiedlicher Meinung sind?

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hermannsteinacher
0
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Im Streitfall

Gerichtsentscheid.

Übrigens heißt es in gutem österreichischem Hochdeutsch "Viertklassler".

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