Von Bühne bis Film: Birgit Minichmayr ist gerade omnipräsent und in allem preisverdächtig. Für ihre atemberaubende Performance von Maria Lassnig in „Mit einem Tiger schlafen“ erhielt sie den Diagonale-Schauspielpreis. Sie ziehe, begründet die Schauspiel-Jury, „wie die Künstlerin selbst, schmerzlich unter die Haut gehend und mit höchster Intensität, Spuren auf der weißen Leinwand, die im Grunde unser aller gemeinsames Schicksal darstellen.“ DIE Minichmayr beendete ihre Dankesrede am Samstagabend im Grazer Orpheum mit den Worten: „Zugegeben, für mich war Maria Lassnig manchmal eine harte Nuss.“ Davor erzählte sie noch die Anekdote, dass die Künstlerin bei der Preisverleihung zu ihrem Lebenswerk in Venedig – damals war sie 93 – ihren Assistenten Hans Peter Poschauko anwies, so viele Zettel zu drucken und den Anwesend zuzustecken. Darauf zu lesen: „Hilfe! Holt mich hier raus!“ Minichmayer: „Ich bin ihr seit dem Dreh unfassbar verfallen. Sie hat sich der Kunst unterworfen.“

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