Günter Schwaiger hat für seine Dokumentation fünf Jahre lang die Entwicklungen rund um die Nachnutzung von Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau filmisch begleitet. "Ein Film, der sich sehr persönlich auf die Suche macht, wie es mit der Heimat eigentlich aussieht", befand die Jury. Es sei die "Milieustudie eines besonderen Ortes", die viele Menschen zu Wort kommen lasse, von Verdrängung und Sprachlosigkeit erzähle, "und von fehlender Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte", wie die Jury, bestehend aus den Filmemacherinnen Karin Berghammer und Olga Kosanović sowie Martin Kowalczyk (Filmredakteur, Bayerischer Rundfunk), begründete. Der Film ist am 9. April um 13 Uhr im Grazer KIZ RoyalKino zu sehen.
Wien/Graz
Braunau-Projekt erhält einen Dokupreis der Diagonale
Die Diagonale hat am Samstagvormittag die Franz-Grabner-Preise vergeben: Ausgezeichnet wurden "Wer hat Angst vor Braunau? Ein Haus und die Vergangenheit in uns" von Günter Schwaiger (Kategorie Kino-Dokumentarfilm), und "Eugenie Schwarzwald - Pionierin der Moderne" von Alex Wieser (Kategorie Fernseh-Dokumentarfilm). Die Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert und werden für humanistisches Dokumentarfilmschaffen im Bereich Fernsehen und Kino vergeben.
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