Museen lassen im besten Falle unsere Vergangenheit lebendig werden. Viele Museen sperren in Kärnten und Osttirol über die Wintermonate zu, um jetzt im Frühjahr mit viel Elan in den Frühling zu starten. Im Bereich der historischen Museen haben wir uns bei einigen Museen umgehört, was sie dieses Jahr zu bieten haben.

Das Schatzhaus Kärntens in St. Paul widmet sich in diesem Jahr dem „Universum Wissen“: Mittels kostbarer Handschriften, Pretiosen oder Meisterwerken vieler bedeutender Künstler will man in der Sonderausstellung die Vergangenheit lebendig machen. Eine weitere Sonderausstellung ist dem zeitgenössischen Künstler Walter Melcher gewidmet. Ganz neu in Ausarbeitung ist auch ein Kinderkatalog mit dem sich junge Museumsbesucher in Zukunft durch die Ausstellungen rätseln können (Öffnungszeiten: Mi. bis So. und feiertags von 10 bis 17 Uhr).

Neue Zeichnung am Lingkor

Das Heinrich Harrer-Museum in Hüttenberg, das bereits geöffnet hat, widmet sich auf 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche dem Leben und Wirken des Bergsteigers und Entdeckers Harrer (Öffnungszeiten: Do. bis So. und feiertags von 10 bis 17 Uhr). Da Harrer nicht nur „Sieben Jahre in Tibet“ verbracht, sondern sich ausführlich mit den Kulturen im Himalaya beschäftigt hat, spielt auch die Religion des Buddhismus eine große Rolle in der musealen Gestaltung. Der Lingkor, ein gegenüber des Museums in die steilen Felswände gebauter Pfad, wurde heuer um die Darstellung des Thangtong Gyalpo erweitert: Diese von Werner Engelmann gemalte historische Person soll um 1400 dutzende Eisenbrücken in Tibet und Bhutan errichtet haben und ist am Ende der Kettenbrücke zu sehen. Für das Betreten des Lingkor muss man zwei Euro in Münzen einwerfen und einen Helm tragen (diese bekommt man vor Ort).

Das Harrer Museum in Hüttenberg entführt in die Gebirgsregion des Himalaya
Das Harrer Museum in Hüttenberg entführt in die Gebirgsregion des Himalaya © Tourismusregion Mittelkärnten/Tom Lamm

Viele Ausgrabungsstätten wurden in Kärnten zu Museen umfunktioniert. Ein Beispiel dafür ist die Keltenwelt in Frög, die nicht nur sehr anschaulich vom Leben der Kelten berichtet, sondern heuer auch mit der Sonderausstellung „Pecunia non olet. Geld stinkt nicht“ bei Ausgrabungen gefundene Münzen zeigt. Diese wurden vermutlich als Opfergeld hinterlassen: Bei einer Flussüberquerung war dem Flussgott ein Opfer zu erbringen. Die Keltenwelt hat übrigens neue Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr.

Das kaernten.museum hat mit allen seinen Außenstellen geöffnet. Von einer der größten römerzeitlichen Ausgrabungsstätten des Ostalpenraumes am Magdalensberg bis hin zum Römermuseum Teurnia in Lendorf bei Spittal. Erstmals ist heuer das Pilgermuseum in Globasnitz/ Globasnica als Außenstelle des Landesmuseums integriert. Die Funde des Wallfahrtsortes Hemmaberg geben einen Überblick über den „Alltag der Pilger (...) und umspannen inzwischen einen Zeitraum von 5500 Jahren“ (Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 10 bis 16 Uhr). Das Museum ist zwar nur klein, aber in Kombination mit einem Spaziergang auf den Hemmaberg ein wunderbares Ausflugsziel.