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Unsere Oscar-PrognoseWer gewinnen wird und wer gewinnen sollte

Wer ist nominiert? Wer wurde übergangen? Wer wird sich vergolden? Und wer sind unsere Lieblingskandidatinnen und -kandidaten.

Das sind die Frontrunner in den Schauspiel-Kategorien in dieser Oscar-Verleihung: Daniel Kaluuya, Chadwick Boseman, Yoon Yeo-jeong und Viola Davis © AFP
 

BESTER FILM

  • Nominiert: „Judas and the Black Messiah“, „Mank“, „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“, „Nomadland“, „Promising Young Woman“, „Sound of Metal“, „The Father“, „The Trial of the Chicago 7“.
  • Wird gewinnen: „Nomadland“: weil es der erfolgreichste Film ist.
  • Könnte gewinnen: „Judas and the Black Messiah“: weil es im Jahr von #BlackLivesMatter die relevanteste und bekannteste Story ist.
  • Sollte gewinnen: „Minari“: der versöhnliche Film nach der Ära Trump.
  • Ignoriert: „Ma Rainey’s Black Bottom“

BESTE REGIE

  • Nominiert: Lee Isaac Chung, Emerald Fennell, David Fincher, Thomas Vinterberg, Chloé Zhao.
  • Wird gewinnen: Chloé Zhao – intensivste Handschrift.
  • Könnte gewinnen: Thomas Vinterberg als Outsider.
  • Sollte gewinnen: Chloé Zhao, damit es endlich eine zweite Vergoldete in 93 Jahren Oscar-Geschichte gibt.
  • Ignoriert: Shaka King („Judas and the Black Messiah“).

Oscars 2021: Acht Nominierte in der Königsklasse

Mank

David Finchers Schwarz-Weiß-Hommage "Mank" ans alte Hollywood und den Drehbuchstreit rund um "Citizen Kane" geht offiziell als Favorit mit zehn Nominierungen ins Rennen. Tatsächlich räumte das Netflix-Drama zuletzt kaum Preise ab, am öftesten noch für bestes Szenenbild. Realistisch stehen die Chancen also nicht besonders. Andererseits handelt es sich um eine Liebeserklärung ans alte Hollywood - so etwas liebt die Academy auch.

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Mank

Gary Oldman als Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz ist dennoch nicht zu unterschätzen, auch Amandy Seyfried ist für die beste Nebendarstellerin nominiert. Mehr zu "Mank" lesen Sie hier!

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Nomadland

Die heimliche Favoritin dieser Oscar-Gala ist Chloe Zhao mit ihrem Roadtrip "Nomadland" - der in Wahrheit bei jeder Gelegenheit seit seiner Uraufführung bei den Filmfestspielen in Venedig in großem Stil reüssierte. Siegeschancen: hoch! Auch wenn die weichgezeichnete Darstellung der Arbeitsbedingungen in Amazon-Fabriken mitten im Nirgendwo zuletzt verstärkt zu Kritik führte. Eine Oscar-Wahrheit besagt nämlich auch: Je länger, zeitlich betrachtet, ein Film Favorit ist, desto weniger Chancen hat er am Ende.

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Nomadland

Sechs Oscar-Chancen haben Regisseurin Chloe Zhao und ihre Hauptdarstellerin Frances McDormand, die beide auch als Produzentinnen gelistet sind. Die große Frage aber lautet: Wird Zhao die erste zweite Filmemacherin in der Oscar-Historie sein, die sich mit einem Regie-Oscar vergoldet? Verdient hätte sie es für diesen Abgesang auf Amerika.

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Minari

Ein Geheimtipp in der Nominiertenliste ist  
Lee Isaac Chungs authentisches, teils autobiografisches, fein gezeichnetes und versöhnliches Familiendrama "Minari", das bei den Golden Globes fälschlicherweise als bestes nicht-englischsprachiges Drama nominiert gewesen war. Es ist der Film, der die logische Konsequenz zum Vorjahressieger "Parasite" wäre und ein Zeichen zur weiteren längst überfälligen konsequenten Öffnung zu Mehrsprachigkeit, Diversität und Weltkino. Außerdem ist es der Film, der der beendeten Ära Trump am besten kontert.

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Minari

Besonders schön an den sechs Nominierungen ist, dass - anders etwa als beim Vorjahressieger "Parasite" - dieses Mal auch zwei für die beste männliche Hauptrolle (Steven Yeun) sowie die beste weibliche Nebenrolle (Han Ye-ri) zwei asiatischen Darstellenden drinnen war. Längst überfällig. Und: Han Ye-ri, in Korea seit Jahrzehnten ein Star, hat vielleicht die besten Chancen in dieser Kategorie.

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The Trial of the Chicago 7

Aaron Sorkins Netflix-Drama "The Trial of the Chicago 7" basiert auf einem realen Prozess, der nach außer Kontrolle geratenen Demos gegen den Vietnamkrieg gegen sieben junge Männer 1968 angestrengt wurde. Ein dunkles Kapitel amerikanischer Geschichte ausleuchten - eigentlich genau das, was die Academy gerne auszeichnet. Und es geht um Bürgerrechte und politische Korruption. Unterschätzen darf man diesen Film vor der aktuellen Debatte nicht.

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The Trial of the Chicago 7

Auch Sacha Baron Cohen ist in einer seiner wenigen ernsten Rollen für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert.

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Sound of Metal

Dieser Debütfilm von Darius Marder, von Amazon abgekauft, ist der kleinste und intimste Streifen dieser Favoritenrunde und eigentlich für großes Soundkino auf der großen Leinwand prädestiniert. Der Film skizziert die Geschichte eines Drummers, der plötzlich sein Gehör verliert und dem dadurch der Boden unter den Füßen entzogen wird - für die großen Preise wird es wohl nicht reichen.

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Sound of Metal

Doch Riz Ahmed empfiehlt sich mit seinem eindringlichen Spiel durchaus für einen Preis. Er wäre der erste muslimische Oscar-Hauptdarsteller für den Schauspieler, Musiker und MC mit dem Künstlernamen Riz MC .

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The Father

Das Alzheimerdrama von Florian Zeller legte zuletzt einen Oscar-Sprint hin. Konventionalles Thema, unkonventionell arrangiert, stiftet der britische Kinofilm zunächst einmal Verwirrung in puncto Setting, Figuren und Wohnort. Das alles ist durchaus Intention. Denn so wird die Perspektive des demenzkranken Protagonisten intensiv ausgeleuchtet. Relevantes Thema, fantastisch inszeniert. Nicht unbedingt die schlechtesten Chancen.

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The Father

Wenn zwei OscarpreisträgerInnen wie Anthony Hopkins und Olivia Colman in einem Ensemble vereint sind, mündet das in großem Kino. Und  Hopkins - für die beste Hauptrolle nominiert - brilliert, wie man ihn noch nie gesehen hat: losgelöst von jeder Kontrolle.

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Judas and the Black Messiah

Shaka Kings wuchtiges Biopic wäre nach der #BlackLivesMatter-Bewegung im vergangenen Jahr der vielleicht logischste Gewinnerfilm in diesem Oscar-Jahrgang: Erzählt wird die Biografie des afroamerikanischen "Black Panther"-Aktivisten Fred Hampton und des Kleinkriminellen William O'Neal. Ins Rennen gerutscht ist "Judas and The Black Messiah" durch die coronabedingte Verlängerung der Einreichungen.

Judas and the Black Messiah

Gleich zwei Darstellende - Daniel Kaluuya und Lakeith Stanfield - sind in der Kategorie bester männlicher Hauptdarsteller nominiert. Kaluuya (eigentlich Hauptdarsteller darin) konnte diesen Preis wie bei Bafta oder Globes bereits mehrfach einheimsen.

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Promising Young Woman

Der zweite, oscarnominierte Debütfilm: Emerald Fennells #MeToo-Rachedrama "Promising Young Woman" darf sich in fünf Kategorien Chancen ausrechnen. 2020 beim Sundance uraufgeführt, stehen die Chancen in der Kategorie bester Film angesichts der Konkurrenz nicht am besten.

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Promising Young Woman

Drehbuch, Regie oder Hauptdarstellerin würden sich anbieten. Die wandelbare Carey Mulligan ist bislang preistechnisch noch viel zu ungekrönt. Sind Sie fit für die Oscars - hier geht's zum Quiz!

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BESTE HAUPTDARSTELLERIN

  • Nominiert: Viola Davis, Andra Day, Vanessa Kirby, Frances McDormand, Carey Mulligan.
  • Wird gewinnen: Viola Davis betört in der mit Abstand hochkarätigsten Nominierten-Liste.
  • Könnte gewinnen: Frances McDormand.
  • Sollte gewinnen: Carey Mulligan: überoscarreif.
  • Ignoriert: Han Ye-ri („Minari“).

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BESTER HAUPTDARSTELLER

  • Nominiert: Riz Ahmed, Chadwick Boseman (posthum), Gary Oldman, Anthony Hopkins, Steven Yeun.
    Wird gewinnen: Chadwick Boseman in seiner letzten Rolle.
  • Könnte gewinnen: Anthony Hopkins, wie man ihn nie sah.
  • Sollte gewinnen: Chadwick Boseman.
  • Ignoriert: Mads Mikkelsen („Der Rausch“).

BESTE NEBENDARSTELLERIN

  • Nominiert: Marija Bakalowa, Glenn Close, Olivia Colman,
    Amanda Seyfried, Yoon Yeo-jeong.
  • Wird gewinnen: Yoon Yeo-jeong: weil sie einfach der Hit ist.
  • Könnte gewinnen: Marija Bakalowa – Ms. Schlagzeile 2020!
  • Sollte gewinnen: Glenn Close: Befreit sie bitte vom Oscarfluch!
  • Ignoriert: Jayme Lawson („Farewell Amor“).

Oscars 2021: Die besten Schauspielerinnen und Schauspieler

Frances McDormand

Für "Fargo" und "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" hat sie sich schon je einen Oscar abgeholt, nun könnte sich Frances McDormand erneut in der Kategorie beste weibliche Hauptrolle vergolden - für ein viel beworbenes Herzensprojekt von ihr. Die 63-Jährige hat Chloe Zhao zum Film "Nomadland" bewegt und beide fungieren auch als Produzentinnen. Nach all den Preisen, die sie für die Rolle der Fern schon abgeräumt hat, stehen die Chancen sehr gut. Nachsatz: Dieser Kategorie fehlt der Frontrunner, denn irgendwie sind es alle.

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Carey Mulligan

Die 35-jährige Britin ist einer der vielfältigsten, authentischsten und gefragtesten Miminnen ihrer Generation - und bislang trotz Rollen in "Drive", "Wildlife" oder "Der große Gatsby" viel zu wenig mit Preisen bedacht. Für die Rolle des schwarzen Racheengels, den ihr Emerald Fennell in ihrem Regie-Debüt "Promising Young Woman" auf den Leib geschrieben hat, liefert Carey Mulligan hier mit Sicherheit den allerbesten Beitrag zur #MeeToo-Debatte ab. Einen Goldbuben hätte sie sich mehr als verdient.

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Andra Day

Die schauspielerische Neuentdeckung in dieser hochkarätigen Fünferrunde der besten Hauptdarstellerinnen: die 36-jährige Soul- und R&B-Sängerin Andra Day wurde bei den Golden Globes überraschenderweise für Spiel und Gesang im Biopic "The United States vs. Billie Holiday" ausgezeichnet und gilt somit zumindest als Mitfavoritin. So etwas liebt die Academy eigentlich. Sich gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen, könnte dennoch schwer sein - auch, weil sie die einzig Nominierte für einen Film ist, was die Chancen traditionell eher schwächt.

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Vanessa Kirby

Was für eine Einstiegsszene: die 33-jährige Britin brilliert in "Pieces of a Woman" in der intensiv rauen 30-minütigen Geburtsszene eingangs. Vanessa Kirby verleiht dem Netflix-Drama um eine Fehlgeburt eine unpackbare Authentizität. Angesichts der Konkurrenz und der Tatsache, dass sie die einzige Nominierung für diesen Film ist, bleibt eine Kür mit dem Oscar dennoch unwahrscheinlich.

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Viola Davis

Für "Fences" wurde Viola Davis 2017 für die beste Nebenrolle mit einem Oscar ausgezeichnet, nun könnte ihr ein weiterer Goldbube für ihr betörendes Spiel als Gertrude „Ma“ Rainey, Mutter des Blues, im intensiven Biopic "Ma Rainey's Black Bottom" winken. Erst unlängst mit einem SAG-Award geehrt, gilt sie laut dessen Orakel als Favoritin. Der Oscar für die beste Hauptrolle ging in den letzten 25 Jahren 18 Mal an die mit dem SAG-Award-Ausgezeichnete. Davis wäre die erst zweite Schwarze in 20 Jahren, die in dieser Kategorie geehrt wird. Chancen: hoch.

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Chadwick Boseman

Er gilt als gesetzt: der im August verstorbene "Black Panther"-Star Chadwick Boseman wurde zuletzt von London bis Los Angeles bei jedem wichtigen Preis posthum für seine letzte Rolle in "Ma Rainey's Black Bottom" geehrt. Diese Nominierung ist seine erste Oscar-Nominierung. Chancen daher: sehr aussichtsreich.

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Anthony Hopkins

Der 83-jährige Brite wäre der älteste beste Hauptdarsteller der Oscar-Geschichte. Bislang erhielt er sechs Nominierungen und eine Auszeichnung für "Das Schweigen der Lämmer". In Florian Zellers "The Father" sehen wir ihn, wie wir ihn noch nie sehen durften: unkontrolliert, losgelöst. Darin mimt er einen Demenzkranken. Die Bafta-Auszeichnung befeuerte seine Chancen. Prognose: der vielleicht einzige, aber ein sehr starker Konkurrent für Chadwick Boseman.

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Riz Ahmed

Erste Oscar-Nominierung für den 38-jährigen Briten mit pakistanischen Wurzeln. Wie weit der kleine, intensive Debütfilm "Sound of Metal" in diesem Filmjahr gekommen ist, ist erstaunlich. Riz Ahmed verkörpert darin einen Drummer, der plötzlich gehörlos wird und dessen Welt infolgedessen einbricht. Der Amazon-Film ist sechs Mal nominiert, eine Auszeichnung in dieser Kategorie ist eher unwahrscheinlich. Auch, wenn es die erste für einen muslimischen Hauptdarsteller wäre.

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Steven Yeun

Erste Oscar-Nominierung für den 37-jährigen koreanisch-amerikanischen Schauspieler, der u.a. durch seine Rolle in "The Walking Dead" einem größeren Publikum bekannt wurde. Im Familiendrama "Minari" spielt er einen Familienpatriarchen, der seiner Frau und seinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen will. Eine wunderschöne Geschichte übers Wurzelschlagen. Chancen: eher gering.

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Gary Oldman

Es wäre sein zweiter Oscar nach dem furiosen Auftritt in "Die dunkle Stunde". In der Schwarz-Weiß-Hommage "Mank" auf Netflix verkörpert Gary Oldman den Drehbuchautor Herman Mankiewiecz - großes, aufwendiges Kino. Chancen: angesichts Boseman und Hopkins eher wenig.

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Glenn Close

Es ist ihre achte Oscarnominierung und dennoch ist 74-Jährige bislang unvergoldet. Ein Skandal! Dass sie sich nun einen Goldbuben für "Hillbilly Elegy" und ihre Rolle als fluchende, saufende Mahmaw abholen könnte, wäre zwar hochverdient, ist bei all der Kritik, die der Netflix-Film einstecken musste, aber unwahrscheinlich. Gewinnt sie den Oscar wieder nicht, hätte sie in der "Leider nein"-Statistik der Oscargeschichte mit Peter O'Toole aufgeschlossen.

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Yoon Yeo-jeong

Die 73-jährige Koreanerin geht als Favoritin ins Oscarrennen: In ihrer Heimat ist sie seit Jahrzehnten ein Star, in den USA machte sie das beim Sundance Film Festival uraufgeführte Familiendrama "Minari" bekannt. Darin verkörpert sie die Großmutter, die ihrer Tochter beim Neustart in einem Wohnmobil in Arkansas neu angefangen hat: warmherzig, stoisch-pragmatisch, lebensklug und ein bisschen durchgeknallt. Nach Bafta- und SAG-Award gilt sie als haushohe Favoritin und sie wäre die zweite Asiatin mit einem Darstellerinnenpreis nach 1957.

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Olivia Colman

Gleich mit ihrer ersten Nominierung für "The Favourite" reüssierte Olivia Colman. Nun ist die 47-jährige Britin und "The Crown"-Darstellerin wieder nominiert für das unkonventionell arrangierte Demenzdrama "The Father". Der Film, der spät ins Oscarrennen eingestiegen ist, könnte es im Sprint zu vielen Preisen bringen. Chancen liegen für Glenn Close und Yoon Yeo-jeong aber höher.

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Amanda Seyfried

Erste Nominierung für die 35-jährige Amerikanerin. Angesichts der starken Konkurrenz in der Kategorie der besten Nebendarstellerin, sind ihre Chancen gering. Auch wenn sie einige sehr gewitzte Szenen als Liebhaberin und Schauspielsternchen Marion Davis in David Finchers opulentem Netflix-Drama "Mank" hat. Wurde bislang bei keinem der Preise ausgezeichnet.

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Maria Bakalova

Sie ist so etwas wie der Kritiker-Darling: Maria Bakalova. Die 24-jährige Rumänin wurde für ihre Rolle der Tutor in der bitterbösen Trump-Satire “Borat Subsequent Moviefilm” nominiert - zum ersten Mal. Nach den Critic Choice Awards ist sie zudem ernste Mitkonkurrentin.

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Daniel Kaluuya

Er räumte zuletzt alle Preise ab und nahm seine Globes-Dankesrede bei Tonausfall entgegen: der 33-jährige britische Schauspieler und Komiker ist einer von drei People of Color, die in dieser Kategorie nominiert sind: nach "Get Out" zum zweiten Mal übrigens. Für seine Rolle als Fred Hampton in "Judas and the Black Messiah" könnte er sich nun vergolden. Er tritt übrigens gegen einen Kollegen in der gleichen Kategorie für den gleichen Film an. Was ein bisschen absurd erscheint.

Lakeith Stanfield

Erstmals nominiert für seine Rolle des FBI-Informaten William O'Neal im Thriller "Judas and the Black Messiah": Es wird bestimmt nicht die letzte Nominierung für den 33-jährigen Schauspieler und Rapper ("The Photographer", "Candyman") sein, aber angesichts der starken Konkurrenz sind die Oscar-Chancen für Lakeith Stanfield 2021 nicht ausichtsreich.

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Leslie Odom, Jr.

Er ist der zweite große Favorit in dieser Kategorie: der "Hamilton"-Star verkörpert in Regina Kings feinem Debüt "One Night in Miami" den Soul-Star Sam Cooke und singt darin auch a capella. Es ist die erste Oscar-Nominierung für den 39-jährigen Mimen und Produzenten, der bei allen wichtigen Preisen nominiert war in diesem Jahr - und gegen Daniel Kaluuaya verlor.

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Sacha Baron Cohen

Nicht für "Borat 2", sondern für seine ernste Rolle in "The Trial of the Chicago 7" ist der 49-jährige britische Komiker für die Oscars nominiert - als bester männlicher Nebendarsteller und für das beste adaptierte Drehbuch für die "Borat"-Fortsetzung. Die Chancen in der Darstellerriege sind nicht besonders hoch, aber in diesem seltsamen Pandemiejahr weiß man es nicht.

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Paul Raci

Der 73-jährige Mime ist der unbekannteste Darsteller in dieser Kategorie, die Rolle in Darius Marders feinem Debüt "Sound of Metal" ist die Rolle seines Lebens. Der Mann, der in Hollywood als so genannter Day-Worker hackelte, gibt damit hoffentlich den Startschuss zu einer fulminanten Alterskarriere. Ein Oscar würde das natürlich pushen. Inklusive seiner Story.

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BESTER NEBENDARSTELLER

  • Nominiert: Sacha Baron Cohen, Daniel Kaluuya, Leslie Odom Jr., Paul Raci, Keith Stanfield.
  • Wird gewinnen: Daniel Kaluuya: weil er am öftesten reüssierte.
  • Könnte gewinnen: Leslie Odom Jr.: weil er das Ensemble trägt.
  • Sollte gewinnen: Daniel Kaluuya – er wurde schon oft ignoriert.
  • Ignoriert: Bill Murray („On the Rocks“).

Weitere LieblingskandidatInnen

  • Bester internationaler Film: "Quo Vadis, Aida?"
  • Bestes Originaldrehbuch: Emerald Fennell ("Promising Young Woman")
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Kemp Powers ("One Night in Miami")
  • Beste Kamera: Joshua James Richards – Nomadland
  • Bestes Szenenbild: Donald Graham Burt und Jan Pascale ("Mank")
  • Bester Ton: Nicolas Becker, Jaime Baksht, Michelle Couttolenc, Carlos Cortés und Phillip Bladh ("Sound of Metal")
  • Bester Animationsfilm: "Soul",  Pete Docter und Dana Murray

Kommentare (2)
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wktreichler
1
3
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Bester Hauptdarsteller

In der Rubrik bester Hauptdarsteller sind die besten Hauptdarstellerinnen angeführt🤭

KleineZeitung
1
1
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Bester Hauptdarsteller?

Sehr geehrter User, danke für den Hinweis. Wir haben den Fehler, für den wir uns entschuldigen, in der Zwischenzeit behoben und den Text richtiggestellt.