„Wiener Blut“ ist eine Operette, die 1899, vier Monate nach dem Tod von Johann Strauss, uraufgeführt wurde. Adolf Müller junior hat posthum aus dem unerschöpflichen Schatz des Wiener Walzerkönigs, Instrumentalstücke mit Texten und einer amüsanten Verwechslungsgeschichte zur Zeit des Wiener Kongresses unterlegt. Herausgekommen ist ein unterhaltsames, spritziges Werk der leichten Muse ohne besonderen Tiefgang, dessen einziges Ziel die Unterhaltung ist und das beim Publikum äußerst beliebt ist. Genauso sieht dies auch Nikolaus Habjan, der jetzt das Stück, das im Jubiläumsjahr von Strauss im Schönbrunner Schlosstheater gezeigt wird, inszeniert hat.