In Österreich geht man mit Johann Strauss ins neue Jahr. So will es die seit Jahrzehnten unumstößliche Dramaturgie des rotweißroten Jahreswechsels. Nachdem die Pummerin das Jahr eingeläutet hat, folgt der Walzer „An der schönen blauen Donau“, den Johann Strauss 1867 für einen Männergesangsverein geschrieben hat. Die berühmteste unter den vielen berühmten Schöpfungen des Komponisten: Zehn Melodien in acht Minuten, eine schöner und anmutiger als die andere, zwei-drei besonders schwungvolle sind auch darunter. Auf knappstem Raum ist die Unerschöpflichkeit von Johann Strauss zu bewundern, oder wie sein Kollege Johannes Brahms bewundernd anerkannte: „Er trieft von Musik.“