Nesterval macht, so steht es im virtuellen Programm zur Aufführung, „Theater für Menschen, denen Theater eigentlich zu langweilig ist“. Die bunte Truppe schlägt Breschen durch labyrinthische Libretti, improvisiert mit dem Publikum Nebenhandlungen, führt es auf Abwege und freut sich an jeder Form von Verwechslung. Zur Eröffnung der neuen Spielstätte der Staatsoper, „Nest“ genannt, hatte das „Queere Volkstheater“ diese Methode an Wagners „Götterdämmerung“ erprobt, nun ist der Jahresregent Johann Strauss an der Reihe. Dessen 13. Operette stellt mit der Fürstin Ninetta eine für Nesterval maßgeschneiderte androgyne Figur ins Zentrum.
Nestervals Fürst*in Ninetta
Operette ohne Strauss im Bad ohne Wasser
Kritik.
Nesterval überschreiben Johann Strauss‘ vergessene Operette „Fürst*in Ninetta“ im Wiener Dianabad. Eine zähe Überschreibung mit kaum Originalmusik.
© Nesterval/ Victoria Nazarova