Seit mehr als 755 Jahren wird in Hirt mit handverlesenen Rohstoffen und vor allem mit viel Zeit Bier gebraut – geprägt von handwerklicher Tradition, regionaler Verwurzelung und dem Wissen vieler Generationen. 2026 steht nun ein ganz besonderes Kapitel dieser langen Geschichte im Fokus: Seit 1846 befindet sich die Privatbrauerei Hirt durchgehend in Familienbesitz – heuer seit 180 Jahren.

„Familienbesitz bedeutet für uns nicht nur Eigentum, sondern vor allem Verantwortung“, sagt Niki Riegler, Eigentümer und Geschäftsführer der Privatbrauerei Hirt. „Wir treffen Entscheidungen so, dass sie auch in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren noch richtig sind. Diese Haltung braucht Zeit – und genau diese Zeit nehmen wir uns bewusst.“

Dass die Privatbrauerei Hirt seit 180 Jahren familiengeführt ist, ist in der heutigen Brauwelt eine Besonderheit. Die Unabhängigkeit von Konzernstrukturen ermöglicht es, Entscheidungen mit Weitblick zu treffen. Das gehört auch gefeiert. „Wir werden das Jubiläum das ganze Jahr bei diversen Veranstaltungen wie beim Wiesenmarkt, Rubin Leuchten und auch online mitfeiern“, heißt es seitens der Brauerei.

Generationenfoto:  Irina Riegler, Niki Riegler, Astrid Matchett-Krenn, Dietmar Krenn, Klaus Möller, Matthias Riegler und Judith Möller-Kremser (von links)
Generationenfoto: Irina Riegler, Niki Riegler, Astrid Matchett-Krenn, Dietmar Krenn, Klaus Möller, Matthias Riegler und Judith Möller-Kremser (von links) © Privatbrauerei Hirt

Erbe mit acht Jahren

Ein prägendes Kapitel dieser Entwicklung ist untrennbar mit Astrid Matchett-Krenn verbunden. Sie erbte die Privatbrauerei Hirt 1959 im Alter von acht Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter Nelly Möller. In den darauffolgenden Jahrzehnten, zwischen 1960 und 1990, stand das Unternehmen unter erfolgreicher Leitung von Nelly Möller mit maßgeblicher Unterstützung ihres Bruders Heinrich Englert. Ab 1990 übernahm Astrid Matchett-Krenn schließlich offiziell die Geschäftsführung und entwickelte die Traditionsbrauerei zu einer der bekanntesten Privatbrauereien Österreichs. Unter ihrer Verantwortung wurden Marke, Vertrieb und Internationalisierung ausgebaut, Exportmärkte wie Italien, Kroatien, Slowenien und die USA erschlossen und das Bier dort verkauft.

2012 übergab sie die operative Verantwortung an ihren Sohn Niki Riegler, der die Privatbrauerei Hirt seither gemeinsam mit seinem Onkel Klaus Möller führt. „In einer Brauerei mit dieser Geschichte übernimmt man kein Unternehmen – man übernimmt Verantwortung für etwas Gewachsenes“, betont Riegler. „Unsere Aufgabe ist es, Bewährtes zu bewahren und gleichzeitig mutig weiterzudenken.“

Seit 2012 wird die Brauerei von Niki Riegler und Klaus Möller geführt
Seit 2012 wird die Brauerei von Niki Riegler und Klaus Möller geführt © Privatbrauerei Hirt

„Ein Familienunternehmen denkt in Generationen, nicht in Quartalen“, ergänzt Klaus Möller, Eigentümer und Geschäftsführer. „Diese Perspektive gibt uns die Freiheit, Entscheidungen mit Weitblick zu treffen.“

Eng verwurzelt

Die Privatbrauerei Hirt ist tief in Kärnten verwurzelt. Bio-Gerste von eigenen Feldern sowie Kärntner Gerste von regionalen Kooperationspartnern fließen in gewisse Biersorten ein. „Historisch war die Privatbrauerei Hirt stets mehr als nur eine Brauerei: Landwirtschaft, Gastronomie und Braukunst waren und sind eng miteinander verbunden. Diese Struktur wurde über Jahrzehnte weiterentwickelt und professionalisiert – und prägt die familiengeführte Traditionsbrauerei bis heute“, heißt es seitens der Brauerei

Jubiläumsjahr

Das Jubiläumsjahr 2026 steht damit nicht nur für Kontinuität, sondern auch für Bewegung. „Auch in Zukunft wird die familiengeführte Privatbrauerei gezielt in den Standort, in moderne Infrastruktur, in nachhaltige Prozesse und vor allem in die Menschen investieren. Ziel ist es, die Qualität weiterzuentwickeln, Arbeitsplätze langfristig zu sichern und die regionale Wertschöpfung zu stärken.“