Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

SommergesprächHermann Walder: „Die Osttiroler sind keine Typen für Wutbürger“

Fast vier Jahrzehnte kämpfte Hermann Walder (77) nach dem Mord an Bruder Pius für Gerechtigkeit. Er ist Prototyp der Wutbürger, fühlt jetzt aber Altersmilde.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Vom Poltern und Demonstrieren hat sich Hermann Walder verabschiedet. Der Garten wurde zu seinem Element © Ruggenthaler
 

Die letzte öffentliche Aktion von Ihnen war die im Jahr 2017 Verteilung von Flugblättern anlässlich des 35. Todestages ihres Bruders Pius. Ausbrüche, Schimpftiraden und lautes Poltern ist nicht mehr zu hören. Was ist los, was ist in der Zwischenzeit passiert?
Hermann Walder: Ich werde alt und muss Ressourcen sparen. Immerhin hatte ich vor drei Jahren einen Herzinfarkt. Wohl wegen dem ganzen Stress. Aber bei mir ist viel los. Ständig kommen Leute. Die muss ich unterhalten und zum Grab von Pius begleiten.

Kommentare (3)
Kommentieren
Politisch_Unkorrekter
1
1
Lesenswert?

Dabei war doch auch der Pius ein hungriger Wolf

der sich aus der Natur den ihm zustehenden Teil genommen hat.

Politisch_Unkorrekter
0
1
Lesenswert?

Um gegen das Machtnetzwerk des Bauernbundes

in Politik, Klerus, Justiz und Verwaltung zu revoltieren sind die Tiroler wahrscheinlich zu katholisch. Man fürchtet die strafende Vernichtung durch die Obrigkeit.

joschi41
1
11
Lesenswert?

Bilanz

Schön, dass sich das Leben von Hermann beginnt abzurunden. Was er Altersmilde nennt werden andere als Resignation eines einst Wilden deuten. Wie auch immer: Er hat gekämpft und bereut nichts. Er hat aus seiner Sicht alles richtig gemacht, weiß aber auch, dass andere darunter gelitten haben.