Bald ist es wieder soweit: Morgen, Montag, blickt die Kult-Sendung „Bergwelten“ bei ServusTV einmal mehr nach Osttirol, genauer gesagt in den Nationalpark Hohe Tauern – eine der letzten unberührten und wildesten Regionen der Alpen. Geprägt von gewaltigen Gletschern, steilen Tälern, kristallklaren Bergseen und atemberaubenden Gipfeln, bleibt diese Gegend im Banne von Großvenediger und Großglockner ein Ort der ungezähmten Natur. „Die wilde Kraft“, so der Titel der Sendung, wird ab 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Die Gletscher schwinden

Im Mittelpunkt stehen die faszinierenden Arbeiten von Wissenschaftlern, welche die Veränderungen in der extremen Umgebung erforschen. Andrea Fischer, 2023 zur „Wissenschaftlerin des Jahres“ gekürt, nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine spannende Gletschermessung am Mullwitzkees in der Venedigergruppe. Fischer und ihr Team haben die Aufgabe, die Gletscherentwicklung und ihre rasante Rückziehung zu überwachen. Eine Arbeit, die zunehmend drängender wird, da der Klimawandel die Alpenregion massiv verändert. Die Messungen und Analysen liefern Daten über das Tempo des Gletscherschwunds und die Auswirkungen auf die umliegenden Ökosysteme. Dabei ist Fischer eine der treibenden Kräfte in der Klimaforschung, deren Arbeiten weit über den Alpenraum hinaus Beachtung finden.

Herausforderung für Tiere und Pflanzen

Gressmann auf Berggrat bei Dreharbeiten während Servus TV´s Bergwelten - Nationalpark Hohe Tauern Tirol- Osttirol am 21.10.2024
Gunther Gressmann beobachtet per Fernglas die Tierwelt in den Hohen Tauern © ServusTV / Wild Nature Film

Doch der Film wirft auch einen Blick auf die faszinierenden Tier- und Pflanzenwelten, die in der rauen Bergwelt gedeihen. Gunther Gressmann, ein erfahrener Wildbiologe, präsentiert die Welt der Schneehühner und erzählt von seiner jahrelangen Forschung. Gressmann erläutert zudem, wie sehr das schmelzende Eis und die zunehmende Erwärmung das Leben von Wildtieren beeinflussen.

Neben der wissenschaftlichen Arbeit im Bereich der Gletscher- und Tierforschung zeigt ServusTV das harte Leben der Bergbauern und Handwerker, die in der entlegenen Region leben und arbeiten. Matthias Berger bewirtschaftet eine der steilsten Almen im Nationalpark und bringt die Almmahd im schwierigsten Gelände mit Hingabe und Schweiß unter Kontrolle. Auch durch seine Arbeit wird sichtbar, welche Herausforderungen der Klimawandel für eine traditionelle Lebensweise mit sich bringt.

Wegbauer haben eine ebenso wichtige Aufgabe wie die Bergbauern: Sie halten mit Handarbeit und Seilsicherungen die steilen, oft gefährlichen Bergwege instand, die den Zugang zu den Tälern und Gipfeln des Nationalparks ermöglichen. Diese Arbeiten sind nicht nur für Forschung und Naturschutz unerlässlich, sondern auch für die Sicherheit der Wanderer und Bergsteiger, die regelmäßig in die Region kommen.

Alle Wege führen zur Hütte

Hüttenwirt Markus Arzberger vom Defreggerhaus, direkt unterhalb des Großvenedigers gelegen, entführt die Zuseher schließlich in den Alltag einer der höchstgelegenen Berghütten (2963 Meter) der Region. Mit unermüdlichem Einsatz und viel Herzblut sorgt er dafür, dass seine Gäste nicht nur Verpflegung erhalten, sondern auch ein Stück Gebirgserlebnis in reinster Form erfahren können. Zwischen steilen Felsen und unberührter Natur entsteht so ein kleines Stück Heimat. Mitten in den Alpen.

Ab 20.15 Uhr geht es los
Ab 20.15 Uhr geht es los © NPHT