Das neue Umspannwerk, das die Austria Power Grid AG (APG) in Matrei in Osttirol derzeit errichtet, steht kurz vor der Fertigstellung. Es fehlt noch der zentrale Umspanntransformator, der die 110-Kilovolt-Freilandleitung der Tinetz an die 380-Kilovolt-Leitung der APG anbindet. Für die Überstellung des gebrauchten Transformators, der aus dem Burgenland ins Iseltal verlegt wird, sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Brücken entlang der Felbertauernstraße müssen zum Teil überbaut werden, um den mehrere hundert Tonnen schweren Transportkonvoi verkraften zu können.

Im Burgenland machte der fortschreitende Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen einen um 50 Prozent leistungsfähigeren Transformator nötig. Im Umspannwerk Matrei genügt dieser gebrauchte 200-Megavoltampere-Trafo noch den netztechnischen Anforderungen.

Der Straßentransport in Osttirol soll acht Stunden dauern

Der demnächst geplante Schienentransport vom Burgenland bis nach Osttirol benötigt mehrere Tage. Für die letzten rund 30 Kilometer auf der Straße von Nußdorf-Debant bis nach Matrei rechnen die Projektbetreiber aktuell mit einer Dauer von etwa acht Stunden, wenn alles wie vorgesehen läuft. Ursprünglich war man sogar von zwei bis drei Nächten ausgegangen. Der Straßentransport erfolgt in den Nachtstunden und dürfte erst um 22 Uhr beginnen, um die notwendigen Straßensperren und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen möglichst gering zu halten. Die genauen Pläne werden in wenigen Tagen veröffentlicht.

Die Lebensdauer derartiger Großtransformatoren liegt übrigens bei 40 bis 50 Jahren. Das Umspannwerk in Matrei geht im Juni in Betrieb.