"Ich habe von den Plänen, die Ertlwand zu sprengen und dafür den gesamten Verkehr für fünf Monate über den Fratres in die Stadt Spittal umzuleiten, aus der Zeitung erfahren. Dieses Vorhaben stößt bei uns auf breiten Widerstand", reagiert Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer (TKS) scharf auf die Pläne des Landes Kärnten. Wie die Kleine Zeitung am Dienstag berichtete, soll für den Radwegbau in der Lieserschlucht die Ertlwand – eine 30 Meter hohe Felsformation – abgetragen werden. Die Mitglieder des Spittaler Stadtrats, die alle von den Plänen der Straßenbauabteilung überrascht wurden, haben Dienstag einstimmig ihren Widerstand gegen den Abbruch sowie die damit verbundene Totalsperre der Lieserschlucht (B 99) formuliert. Köfer: "Eine fünfmonatige Sperre ist den Touristikern, den Wirtschaftstreibenden und den Bürgern nicht zumutbar. Täglich fahren 16.000 Fahrzeuge durch die Lieserschlucht, diese alle für einen so langen Zeitraum über den Fratres umzuleiten ist ein Irrsinn."