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Frage & AntwortSo läuft das Impfen im Porcia Center in Spittal ab

Oberkärntens einzige Impfstraße ist im Porcia Center am Neuen Platz in Spittal. Wie das Impfen abläuft und was dabei zu beachten ist, lesen Sie hier. Wir fragten beim Land Kärnten und beim Roten Kreuz nach.

An den Wochenenden wird im Porcia Center geimpft - unter der Woche getestet © MARTINA PIRKER
 

1. Ist es möglich, einen Impftermin zu buchen, wenn man keinen Zugang zum Internet hat, oder ist man in diesem Fall beim Hausarzt besser aufgehoben?
Das Einladungsmanagement läuft zu einhundert Prozent über das Land Kärnten. Das Rote Kreuz führt die Impfzentren in operativer Hinsicht. Vor allem bei älteren Personen gibt es die Vereinbarung mit den Gemeinden, dass diese, wenn es für die Betroffenen nicht anders möglich ist, behilflich sind. Eine weitere Variante sind die niedergelassenen Ärzte. Mehr dazu auf der Homepage des Landes Kärnten.

2. Wenn der Termin erfolgreich gebucht ist, worauf ist dann zu achten? Was muss man zur Impfung mitbringen?

Folgende Dokumente werden benötigt: Impfticket (wird dem Impfling nach der Terminbuchung zugesandt), Personalausweis, E-Card und ein Impfpass, wenn vorhanden. Weiters benötigt man eine ausgefüllte Einverständniserklärung (ist auch im Impfzentrum erhältlich und vor Ort auszufüllen) und eine FFP2 Maske.

3. Ist es sinnvoll, viel früher als vor dem vereinbarten Impftermin bei der Impfstraße zu erscheinen?

Nein, denn vor dem Impfzentrum wird kontrolliert, wann der Impftermin ist. Man sollte nicht zu früh, oder zu spät erscheinen, maximal 15 Minuten vor dem Termin. Personen, die zu früh erscheinen, müssen warten bis sie hineingelassen werden, beziehungsweise werden aufgefordert pünktlich zum Termin wiederzukommen.

4. Man sieht an den Wochenenden vor dem Eingang des Porcia Center in Spittal sehr viele Menschen anstehen. Könnte da nicht Wachpersonal die Menschenschlange entflechten?

Diese Menschenschlange entsteht, weil Personen zu früh beim Impfzentrum erscheinen. Da auch immer wieder Personen erscheinen, die kein Impfticket vorweisen können, müssen diese abgewiesen werden – durch die Diskussionen entstehen dann Wartezeiten. Mitarbeiter des Österreichischen Wachdienstes (ÖWD) achten auf die Einhaltung der Mindestabstände und die Vorgaben der Covid-19 Verordnungen.

5. Wie ist der Ablauf in der Impfstraße organisiert und  wie gelingt es, alle Corona-Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten?

Im Impfzentrum durchläuft jeder Impfling einen bestimmten Ablauf, damit es zu keinen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen kommt. Beim Eingang zum Porcia Center kontrolliert der Mitarbeiter des ÖWD das Impfticket und regelt den Zustrom. Bei der Registrierungsstelle wird der Impfling registriert und sein Impfticket mit den Angaben im Portal des Landes abgeglichen. Danach wird er zur eigentlichen Impfung geführt. An der Impfkoje erfolgt ein kurzes Aufklärungsgespräch durch den Impfarzt, der letztendlich entscheidet, ob es aus medizinischen Gründen einen Ablehnungsgrund gibt. Wenn dem nicht so ist, dann erhält man die Impfung. Parallel erfolgt eine Eintragung in den e-Impfpass und in den „normalen“ Impfpass. 

6. Wie geht es nach der Impfung weiter?

Danach geht der Impfling zur Dokumentationsstelle, wo seine Impfung im Portal des Landes eingetragen wird. Dies ist unbedingt notwendig, denn dadurch erhält er auch seine Einladung zur zweiten Impfung in sechs Wochen. Um auf mögliche allergische Reaktionen nach der Impfung reagieren zu können, verbleiben die Impflinge 20 Minuten in einem Wartebereich und verlassen dann das Impfzentrum. Sollte eine allergische Reaktion auftrete - was  sehr seltenen der Fall ist - ist eine Notfallausrüstung mit speziellen Medikamenten vor Ort.

7. Wie viele Menschen können pro Stunde und pro Tag geimpft werden?
Die Zahl der Impfungen pro Stunde beträgt auf einer Linie 15. Die Tageskapazität pro Linie liegt bei 150. In Spittal gibt es zehn Linien, das sind also 1500 Impfungen pro Tag.

8. Wenn Personen nicht zur Impfung erscheinen, wie geht man mit den übrig gebliebenen Impfdosen um?

Es ist sehr schade, wenn Personen, die einen Termin buchen, nicht zur Impfung kommen. Für diese Fälle gibt es eine vom Land vorgegebene Warteliste, die sukzessive durch eigene Telefonisten abgearbeitet wird. Dies soll verhindern, dass am Ende des Tages Impfdosen übrig bleiben.

9. Gibt es Werte, wie viel Prozent an Impfdosen an einem Wochenende übrig bleiben? Es gab in Spittal ein Wochenende, an dem 150 Dosen nicht verimpft werden konnten.

Sollten trotz Warteliste Impfdosen übrig bleiben, weil Menschen, die auf der Warteliste stehen und angerufen werden, nicht kommen können, werden diese übrigen Impfdosen nach den Vorgaben des Herstellers im Kühlschrank gekühlt. Montagfrüh wird in Abstimmung mit dem Impfgremium des Landes entschieden, wo diese Impfdosen verimpft werden können.

10. Wie schaut es aktuell mit der Verfügbarkeit von Impfstoff aus?

Für die kommenden Wochen ist sehr viel Impfstoff angekündigt, dieses Wochenende werden in Kärnten knapp 20.000 Dosen in den fünf Impfzentren verabreicht. Wie am Freitag vom Land angekündigt, rüstet man sich inzwischen für 40.000 Impfungen pro Woche.

11. Wie lange wird es die Impfstraße in Spittal geben?

Das hängt davon ab, wie die Lieferungen kommen und wie lange es nötig ist Impfstraßen zu betreiben. Einen Zeitpunkt kann man jetzt nicht nennen.

12. Von welchen Institutionen werden die Mitarbeiter in der Impfstraße rekrutiert? Arbeiten die Rotkreuz-Mitarbeiter ehrenamtlich oder bekommen sie dafür bezahlt?

Derzeit stellen das Rote Kreuz, die Bergrettung und das Bundesheer das Personal, welches in den Impfzentren eingesetzt wird. Unterstützt werden sie durch den Österreichischen Wachdienst. Das Rote Kreuz betreibt im Auftrag des Landes die Impfzentren und setzt dort Freiwillige wie auch Hauptamtliche sowie Zivildiener ein. Ehrenamtliche Arbeit heißt, dass diese freiwillig und unbezahlt geleistet wird. Berufliche Mitarbeiter und Zivildiener werden im Rahmen ihrer normalen Diensttätigkeit für das Rote Kreuz eben an den Impfstraßen eingesetzt.



 

 

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