Der Sportverein ASKÖ Irschen trauert um Robert Kranabetter: Der 36-Jährige aus Irschen ist plötzlich und völlig unerwartet am vergangenen Freitag verstorben. Die Nachricht hat die Gemeinde, den Verein, Mitspieler und die gesamte Gemeinschaft tief erschüttert. „Es ist kaum in Worte zu fassen, was wir heute fühlen. Mitten aus unserem Leben wurde Robert – unser Rocco – gerissen“, heißt es seitens des Vereins rund um Obmann Rudolf Benedikt. Viele seien fassungslos und sprachlos angesichts des Verlustes eines „so jungen, lebensfrohen und engagierten Menschen“.

Kranabetter war seit seinem Eintritt im August 2012 fixer Bestandteil des Vereins – und das, obwohl er erst mit 22 Jahren mit dem Fußball begann. Als Stammspieler in der Reserve prägte er das Team von der Saison 2012/13 bis 2021/22, danach stand er immer wieder als verlässliche Aushilfe bereit. „Wenn Not am Mann war, konnte man sich auf Rocco verlassen – ohne Diskussion, ohne Zögern“, so Benedikt weiter. Sein erster Einsatz in der Kampfmannschaft erfolgte im Juni 2016 gegen Kirchbach, sein letzter noch heuer im April – nur zwei Wochen vor seinem Tod. Auch zuletzt zeigte er seinen typischen Ehrgeiz. Nach seinem letzten Spiel meinte er selbstkritisch, technisch sei er noch auf der Höhe, „aber es zipft ihn an, dass er nicht mehr so schnell ist“.

Einer, der Einsatz zeigte

Neben dem Fußball war Kranabetter auch im Stocksport eine zentrale Figur. Seit 2016 im Zweigverein aktiv, entwickelte er sich zu einem fixen Schützen mit hoher Einsatzbereitschaft und war zuletzt als Obmann-Stellvertreter eine treibende Kraft. Noch am vergangenen Freitag stand er beim Training für die Bezirksmeisterschaft und die Kärntner Oberliga am Stockplatz. Gemeinsam wurde an Projekten wie der Neuasphaltierung und Überdachung gearbeitet.

Auch im Stocksport war Robert Kranabetter aktiv
Auch im Stocksport war Robert Kranabetter aktiv © KK/Privat

„Robert war nicht einfach nur ein Mitglied unseres Vereins – er war Teil von uns allen“, betont der Obmann. Seine offene und herzliche Art habe Menschen verbunden, er sei ein Kamerad für alle gewesen. Auch auf der Ersatzbank blieb er unvergessen: Mit Witz und Charme kommentierte er Spiele und sorgte für gute Stimmung im Team. Der Verein hält fest: „Mit Robert ‚Rocco‘ Kranabetter verlieren wir nicht nur einen Mitspieler und ein Vereinsmitglied mit Herz, sondern vor allem einen Menschen, der unsere Gemeinschaft mit seiner humorvollen Art immer bereichert hat.“