Mit dem bevorstehenden Kirchtag in Matschiedl beginnt am kommenden Sonntag, dem 15. Juni, die Saison einer einzigartigen Brauchtumsveranstaltung im Gailtal: das Kufenstechen. Der jahrhundertealte Brauch, dessen genauer Ursprung bis heute unbekannt ist, ist Teil vieler Gailtaler Kirchtage. Seit 2018 zählen diese samt dem Kufenstechen offiziell zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Höhepunkte sind neben der gemeinsamen Kirchtagsmesse das Reiten und Stechen mit dem Schlegel – und schließlich der stimmungsvolle Lindentanz. Das Kufenstechen ist ein Wettbewerb, bei dem junge Männer hoch zu Ross mit einer Eisenkeule auf ein Holzfass, das „Fasel“, einschlagen. Dabei sitzen die Reiter, ausnahmslos Männer, auf ungesattelten Norikern. Ziel ist es, das Fass zu zerschlagen. Dem Gewinner winkt ein Blumenkranz und die Bewunderung der Zuseherinnen und Zuseher.
Hermagor
Kufenstechen zwischen Tradition und Verantwortung
Mit dem Kirchtag in Matschiedl startet am Sonntag die Saison der Kufenstecher im Bezirk Hermagor – ein jahrhundertealtes Brauchtum, das bis heute nichts an Faszination verloren hat.
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