„Ich wollte schon lange mit der großen Anzahl von historischen Bildern ein Projekt machen“, erzählt Daniel Strassnig, Administrator der Facebook-Gruppe „Das Lavanttal in alten Ansichten“. „Die Gruppe hat mittlerweile über 11.000 Mitglieder und widmet sich seit Jahren historischen Fotografien aus der Region und hat sich zu einer lebendigen Plattform für Erinnerungskultur und regionalen Austausch entwickelt“, hebt Strassnig hervor. Jetzt realisierte der Wolfsberger ein Kalenderprojekt. „Der A3-Kalender stellt historische Aufnahmen ausgewählten fotografischen Neuinterpretationen aus jüngerer Zeit gegenüber und lädt dazu ein, Veränderungen im Landschafts- und Ortsbild bewusst wahrzunehmen“, so Strassnig.
Die gegenübergestellten Fotografien der Gegenwart entstanden im Rahmen eines früheren Ausstellungsprojekts. Mit dem Kalender wird dieses Bildmaterial nun dauerhaft zugänglich gemacht und über den ursprünglichen Ausstellungsrahmen hinaus einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Der Kalender umfasst 14 sorgfältig ausgewählte Bildpaare aus allen neun Gemeinden des Lavanttales. Die direkte Gegenüberstellung erzeuge eine besondere Dynamik.
„Jeder, der den Kalender bisher gesehen hat, fängt sofort an, zu vergleichen. Genau dieses Entdecken und Wiedererkennen macht den Reiz aus“, meint Strassnig, der seit 2011 im Museum im Lavanthaus in Wolfsberg arbeitet und davor in einem anderen Museum sowie in der Medienbranche tätig war. Das Projekt verstehe sich nicht nur als dekoratives Produkt, sondern als visuelle Zeitreise durch das gesamte Tal – von Wolfsberg bis St. Paul, von Reichenfels bis Lavamünd. Zudem sei der Kalender bewusst zeitlos gestaltet und nicht an ein bestimmtes Jahr gebunden.
Die „Damals & Heute“-Idee sei spontan entstanden, „da ich wusste, dass lokale Fotografen – Christian Drobny und Marco Staubmann – entsprechende Aufnahmen der Orte gemacht haben. Ihnen gilt auch ein großer Dank, dass sie die Bilder für das Projekt zur Verfügung gestellt haben.“