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Pro & Kontra DiskussionDie Rückkehr der Wölfe: Schießen oder schützen?

Immer öfter sorgen Wölfe mit Schafsrissen für Aufregung. Soll man die Wolfspopulation nun wieder zurückdrängen oder reichen gezielte Entnahmen? Experten und Politiker diskutierten zu dem Thema.

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Vor einigen Jahren noch wurden sie als Bereicherung für die Artenvielfalt in den heimischen Wäldern gefeiert, nun ziehen die Wölfe aber immer mehr Argwohn und Ärger auf sich. Anlass sind mehrere Wolfsrisse quer durch Österreich.

Im Pro & Kontra-Talk der Kleinen Zeitung kamen Experten und Politiker zu Wort. Unter der Leitung von Thomas Cik diskutierten: 

  • Kurt Kotrschal, Biologe an der Uni Wien
  • Alois Kiegerl, Landwirt aus der Steiermark. Ihm wurden in der Vergangenheit auf seiner Alm sogar Kälber gerissen.
  • Martin Gruber, Agrarlandesrat in Kärnten
  • sowie Gerald Hauser, Nationalratsabgeordneter aus Osttirol (FPÖ) und seit Jahren Gegner der Wolfansiedelung

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Makalu2
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Information

Die Menschen sollten sich bitte alle über den Wolf informieren, bevor sie pro oder contro über den Wolf schreiben - eher die Wolfsgegner.
Information ist das Allerwichtigste und das größte Problem an dieser Problematik ist doch wieder einmal der Mensch selbst, wie schon in einigen Kommentaren steht und dem stimme ich zu.
Gudrun Pflüger ist eine steirische Wolfsforscherin, die sich wirklich auskennt, lest das Buch von ihr oder hört Euch ein Interview mit ihr an, dann wißt ihr mehr.

joschi41
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Opfer-Täter

Ich halte den Wolf für einen Täter und gleichzeitig ist er auch Opfer, weil sich unsere Kulturlandschaft so verändert hat, dass seine Anwesenheit sich mit den Wirtschaftsineressen unserer Zeit schlägt. Wer kann es den Bauern verdenken, gegen eine Wiederansiedelung zu sein? Ständig mit der Sorge leben zu müssen wann schlägt er wieder zu, ist unzumutbar.

Politisch_Unkorrekter
1
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In Osteuropa gibts noch mehr Wölfe und noch mehr Schafe.

Wenn die Menschen dort so tickten wie der reiche Westen, müssten auch sie mit der Ausrottung der Wölfe beginnen: "Passt nicht mehr zu uns". Vernichtung ist die bequemste Lösung. Naturvernichtung ist ein Erfolgsprinzip der modernen Landwirtschaft. Was schädlich ist, wird vergiftet: Pestizide, Herbizide, Fungizide, Giftköder. Aller Sonntagsreden zum Trotz ist der Geist nicht wirklich über dieses Stadium hinausgekommen.

menatwork
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In Rumänien und Bulgarien gab es immer Wölfe und Schafe

und seit Jahrhunderten kommen sie damit zurecht.

In Österreich gibt es dagegen mehr Wolfsberater als Wölfe, Förderungen für Schutzmaßnahmen und Entschädigungen nicht unter dem Marktpreis. In Summe sind die Kosten dafür vernachlässigbar, man könnte sogar noch deutlich großzügiger sein.

Dass selbst gerissene Rehe als Aufhänger für ein herbeigeredetes Problem herhalten müssen, zeugt von der Unredlichkeit der Argumentation insbesondere der Jägerschaft, obwohl es gerade der aufgrund fehlender Fressfeinde viel zu hohe Wildbestand ist, der wesentlich größere wirtschaftliche Schäden verursacht.

Makalu2
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Wölfe in anderen Ländern

menatwork,
da stimme ich Dir vollkommen zu, in sehr vielen Ländern funktioniert dieses Zusammenleben, nur bei uns nicht - typisch Österreichisch.
Und die liebe Jägerschaft, da hat man sowieso oft das Gefühl, die wollen alles (nicht alle Jäger) mit der Waffe erledigen - wie armselig ist das denn?
Gudrun Pflüger, die Wolfsforscherin, die kennt sich wirklich aus, die würde ich fragen, um mich über die Wolfe zu informieren.

sakh2000
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Schwierige Frage:

Wollen wir Fleisch- und Tierprodukte (Milch, Käse, ...) die biologisch und natürlich gezogen wurden (keine Massentierhaltung in engen Ställen), dann ist der Wolf im Wege. Lassen wir dem Wolf freien Lauf und sperren unsere Nutztiere ein, dann gibt es kein Biofleisch. Nicht nur die Landwirte haben dem Wolf den Lebensraum "gestohlen" sondern wir alle mit unseren Bauten in allen Höhenlagen (Tourismusbauten, Chalets, Feriendomizile, ...). Oder doch nicht abschießen, dann warte ich nur bis das erste Kind von einem Wolf angefallen wird so wie es in Russland mit Bären ja schon gang und geben ist. Dann wird sich die Frage wohl anders stellen.

Politisch_Unkorrekter
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nur zu

fang schon mal an mit dem Warten

Makalu2
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Vergleich,

also nur zur Info, Bären sind keine Wölfe.

Makalu2
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Falsche Aussage

@sakh2000,
also wenn man informiert wäre, würde man nicht so ein Kommentar schreiben wie Du hier - das ist Hetze.
Der Wolf fällt keine Menschen an, von sich aus, wir gehören nicht zu seinem Beuteschema.
Da erzählts Du ein Schauermärchen und viele glauben das und geben das so weiter.
Information über den Wolf gibt es genug - google doch einmal über GUDRUN PFLÜGER nach und höre ihr zu oder lese ihr Buch und dann kannst etwas darüber schreiben.

mahue
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Manfred Hütter: enge Ställe versus Weidenhaltung

Hat mit dem Wolf und Bären in unserem Land nichts zu tun. Vieles was uns als Bioprodukt verklickert wird ist keines. Lässt man Importe von Lebensmittel zu uns nach Österreich nicht mehr zu, haben wir genug Einkunftsmöglichkeiten für unsere kleinstrukturierte bergige Landwirtschaft und einen fairen Preis für Landwirte. Dann fallen auch ein paar Nutztiere (hochgeschauckelt durch die Medien,wie die wenigen Haiangriffe weltweit, bin Taucher) nicht ins Gewicht. Ich sage es konkret nochmals, wir waren Stolz auf unsere Senner-Kultur. Ausgerottet wurden unsere Großraubtiere in Zeiten der Monarchie, wo sich der Adel mit Privileg der Jagd (das gemeine Volk wurde streng bestraft und Wildschützen genannt) am Töten dieser ergötzt hat, und Trophäen gesammelt hat. Hört mit diesem Tunnelblickdenken auf. Naturkatastrophen wie derzeit in Deutschland, Belgien und den Niederlanden oder Ernteschäden bei uns durch Extremwetterlagen bereiten mir volkswirtschaftlich mehr Sorgen als 50 gerissene Nutztiere und Bienenstöcke pro Jahr durch Wolf und Bär, oder Flurschäden durch Wildschweine.

Makalu2
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DANKE

@mahue,
danke Dir für dieses Posting das muß ich jetzt schreiben, denn genau Dein Kommentar trifft es auf den Punkt und mit der heutigen Jägerschaft ists so (sehr viele jedenfalls), wie Du beschrieben hast in Zeiten der Monarchie bezüglich des Priviligs der Jagd.

Dissentio
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lass es...

"wos da Bauer nit kennt(mog), mocht a hin..."
stammt schon aus Zeiten meiner (und derer) Eltern....

mahue
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Manfred Hütter: Zusatz

Die dumme willige Magd oder Knecht, aber nur in den Augen der damaligen Herrenbauern, gibt es nicht mehr, dann muss man sich was moderneres einfallen lassen, Möglichkeiten eines Herdenschutzes gibt es zu Hauf auch auf Almen.

Dissentio
19
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am besten gar kein Fleisch

.

sakh2000
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Jedem das seine.

Aber ich sage Ihnen, es gibt große Gebiete auf dieser Welt wo Tierprodukte aller Art die einzige Proteinquelle sind um ein Überleben zu garantieren. Man sollte nicht alles im eigenen, meist zu engen Tunnel sehen. Der Mensch ist ein "Allesfresser". Er hat sich selbst von den anderen Spezies hervorgehoben und wird sich auch selbst wieder verabschieden.

Dissentio
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na hftl...

in Bezug auf die letzten sieben Worte...

Dissentio
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Zwei Drittel

sind PRO "der Wolf wurde aus guten Gründen ausgerottet".

Wirklich schäbig und zeigt wieder einmal mehr das Urproblem des Ganzen auf: "die Menschheit!!!"

"Wir" nehmen uns das Recht heraus Flora und Fauna zu unseren Gunsten zu verändern, stehlen aus der Natur was wir brauchen und verunreigen sie mit dem, was nicht mehr gebraucht und verwertet werden kann....

Anderen Lebewesen den Lebensraum wegzunehmen, sodass diese zu (eigentlich nur für uns Menschen!) Problemverhalten gezwungen sind, für welches wiederum dann das Tier und nicht der Mensch verantwortlich gemacht wird.... jaja, Schuld sind immer die Anderen....

Mensch zu sein ist für mich eine Schmach sondergleichen..... ekelhaft....

Miraculix11
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Mal nachdenken...

Vor 150 Millionen Jahren war Europa von einem Meer bedeckt. Im Wasser jagten 9m lange riesige Krokodile nach Meeresschildkröten. Bitte auch unbedingt wieder nach Österreich holen!

mahue
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Manfred Hütter: Rätselhaft Miraculix

Ausgestorbene Tierarten, meist durch Plattentektonik, Klimawandel und Asteroideneinschläge mit menschheitsbedingten Ausrotten von noch immer in anderen mitteleuropäischen Ländern existierenden Tierarten zu vergleichen, zeigt mir nur fehlendes Wissen aus der Schule zu Flora und Fauna, die Gründe das z. B. Riesenkrokodile, Megalodon und Saurier ausgestorben sind, kennt schon mein 13 jähriger Sohn.

andy379
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Schützen

😉

aposch
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Wölfe

Ich würde jedem Wolfsbefürworter raten, sich eine Schafherde anzuschaffen, um es den Menschen zu beweisen, wie einfach es ist, Mensch- Schaf und Rinderzucht mit den Wölfen zu vereinbaren. Wenn alle Befürworter des Wolfes diesen Rat befolgen, wird dieses Problem ehesten gelöst sein.

beneathome
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Störfaktoren

Der Mensch ist der einzige Störfaktor der Natur. Er entzieht sich sogar der Evolution. Damit ist die Natur Störfaktor für den Menschen und muss angepasst werden.

KLENIG
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Warum

werden Ratten und ähnliche Tiere verfolgt, in Fallen gelockt bzw mit Rattengift geködert? Sicher nicht von Wolfsbefürworter. Auch dieseTiere sind auf der Erde. Etwas zum Nachdenken. Keine Angst ich züchte keine Ratten

Dissentio
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von mir jedenfalls nicht...

.

anonymus21
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Wir

Haben halt verlernt damit zu leben. Weils ohne Wolf halt einfacher ist... Der Mensch musste schon immer in die Natur eingreifen. Der Wolf hat wie jedes andere Geschöpf seine Berechtigung.

Makalu2
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YES,

genauso sehe ich das auch, das größte Problem hier bei der Sache ist ohnehin der Mensch, der Wolf war schon vor uns da und es ist auch mit ihm gegangen.

 
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