Geschützt vor dem niederprasselnden Regen stehen wir im Arkadengang im ersten Stock des Schlosses Moosburg. Wir blicken auf die graue Eisentür, die in luftigen Höhen in die Mauer eingelassen ist. „Das war früher der Eingang in die Burg. Über eine Holztreppe gelangte man dorthin“, erklärt uns Schlossführer Ernst Bauer. In den Raum, der sich dahinter verbirgt, gehen wir als Nächstes. „Die große gotische Halle war früher die eigentliche Eingangshalle“, sagt Bauer. Der Raum ist rund 200 Quadratmeter groß. Hier tafeln Hochzeitsgäste und es wird auch das Tanzbein geschwungen. In dieser Woche fand – unter Einhaltung der derzeitigen Corona-Bestimmungen – ein Tanzabend statt. Es sind zwei von vielen Veranstaltungen, die im historischen Ambiente stattfinden. Die vier mächtigen Pfeiler sind aus Konglomerat errichtet. An der Decke hängen stilecht vier Kerzenleuchter. Die alte Rauchkuchl, die angrenzt, ist heute ein WC.
Serie Aufgeschlossen
In diesem Schloss lugt ein Sultan von der Decke
Vom gotischen Saal ins Gerichtsstübchen: Ernst Bauer führt durch Schloss Moosburg und zeigt so manche Besonderheit.
© KLZ/Helmuth Weichselbraun