Schaunig-KritikCorona-Gesetz ermöglicht Verzugszinsen sattes Geschäft

Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig fordert, dass Stundungen für Kreditnehmer und Mieter nicht zur Geschäftemacherei werden dürfen. Laut der neuen Bestimmung sind Verzugszinsen von bis zu vier Prozent erlaubt.

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Konsumentenschutzreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig übt Kritik an den Bestimmungen im neuen Covid 19-Gesetzespaket der Bundesregierung. Dieses sehe auch Erleichterungen für Kreditnehmer und Mieter vor. „Grundsätzlich ist jede Erleichterung für Menschen, die von der Pandemie finanziell getroffen werden, zu begrüßen“, sagte Schaunig. Die Krux liege allerdings, so Schaunig, in den Details. „Die Bestimmung erlaubt Verzugszinsen von bis zu vier Prozent für sämtliche Vertragsverhältnisse, wenn fällige Zahlungen gestundet werden oder der Zahlungstag verschoben wird. Das ist viel zu hoch“, kritisiert Schaunig und erklärt: „Wenn beispielsweise ein Vermieter seinem Mieter die Miete stundet und dafür vier Prozent Verzugszinsen verlangt, dann ist das für ihn ein Geschäft, denn auf der Bank bekommt er für sein Geld kaum mehr als ein Prozent Zinsen.“

Kommentare (1)
lizard75
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Lesenswert?

Lustige Weltsicht

Als Berufspolitiker wird man das nicht wissen: aber die Banken verrechnen wesentlich mehr Verzugszinsen. Warum soll die ein Vermieter dann tragen, wenn sein Mieter nicht zeitgerecht zahlt? Nicht jede Mieteinnahme landet auf einem Sparkonto...