Nun ist es fix: Am 7. April steht die Wahl von Daniel Fellner (SPÖ) zum Kärntner Landeshauptmann im Landtag auf der Tagesordnung. Das gaben die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP am Donnerstag bekannt. Die Reaktionen darauf sowie auf die Debatten über den Termin im Vorfeld, fallen unterschiedlich aus.
Den „entschlossenen Blick nach vorne“ fordert Gerhard Köfer als Chef des Team Kärnten von der SPÖ-ÖVP-Koalition. „Jetzt gilt es, statt parteitaktischer Spielchen Zukunftsentscheidungen, notwendige Reformen und die tägliche politische Arbeit in den Mittelpunkt zu stellen.“ Kärnten brauche Lösungen statt Theaterdonner und Verantwortung statt parteipolitischer Sandkastenspiele.
Meinung
Für die Grünen hinterfragt Landessprecherin Olga Voglauer, ob es Daniel Fellner gelingen werde, Peter Kaisers besonnene Politik für alle Menschen in Kärnten fortzuführen? „Oder werden wir eine Anbiederung an die ausgrenzende FPÖ zugunsten kalkulierter wahltaktischer Vorteile erleben?“ Mit Fellner als LH stehe der Wertekompass auf dem Prüfstand, so Voglauer.
FPÖ-Chef Erwin Angerer bewertet die Bilanz der rot-schwarzen Landesregierung mit „desaströs“. Statt Lösungen für die großen Probleme des Landes vorzulegen, beschäftigten sich SPÖ und ÖVP mit ihren eigenen Posten. Den Stillstand könnten nur Neuwahlen beenden, so Angerer einmal mehr. Die Bürger sollen entscheiden.
„Kindische“ Debatte im Vorfeld
Im Online-Leserforum hätte sich ein User etwa gewünscht, dass Peter Kaiser (SPÖ) noch länger im Amt bliebe: „Jeder Tag, den Kaiser länger im Amt bleibt respektive Fellner nicht LH ist, ist ein guter Tag.“ Abgesehen davon sorgten aber vor allem die Diskussionen rund um den Termin für den Landeshauptmann-Wechsel für Diskussionen, während die einen finden, die ÖVP und allen voran Parteichef Martin Gruber sei „kindisch“, kontert ein anderer Leser: „na ja, der Gruber hat dem Fellner gezeigt wo der Bartl den Most holt.“
Und laut dem Leser mit dem Synonym „jabitte“ würden die koalitionären Turbulenzen überhaupt einem „Ehe-Streit über den gemeinsamen Kalender, nur mit Pressefoyer“ gleichen. Und mehrere Leser meinen, dass man mit diesem Geplänkel der FPÖ einen Gefallen tue, wie Gordon Kelz: „Sollte Kärnten wirklich wieder blau werden, Sie wissen wem sie es zu verdanken haben!“