Der Wechsel an der Kärntner Parteispitze habe „sehr gut funktioniert“, betonte SPÖ-Bundesparteiobmann Andreas Babler vergangene Woche. Auch bei der Übergabe der Landeshauptmann-Funktion von Peter Kaiser an Fellner werde das so sein, meinte der Vizekanzler. Einige Tage später kann davon keine Rede mehr sein – wobei schon der lange Weg zur Übergabe der Parteiobmannschaft nicht geschmeidig war. Politologe Peter Filzmaier meinte vor einem knappen Jahr sogar, dass die Art und Weise von Peter Kaisers Rückzug aus der Politik „nicht logisch“ sei

Der Zeitpunkt des Wechsels an der Spitze der Landesregierung ist mittlerweile zu einem unwürdigen Spielchen mit vielen Verlierern geworden. Kaiser geht am 31. März, Fellner wird am 2. April im Landtag gewählt, Gaby Schaunig hält bis zu dessen Angelobung als Landeshauptmann durch den Bundespräsidenten die Stellung. So eigenwillig dieser am Freitag öffentlich gewordene SPÖ-Plan, so unnötig das Schmollen des Koalitionspartners ÖVP, der das alles nicht gewusst haben will und versucht, Muskeln spielen zu lassen. Alles nur ein Aprilscherz? Nach einem „Krisengespräch“ soll Fellner erst zu einem späteren Zeitpunkt im Landtag gewählt werden. Bis dahin werden sich die beiden Regierungsparteien hoffentlich wieder auf die inhaltliche Arbeit konzentriert haben. Es gibt mehr als genug Arbeit in Kärnten.