Anfang Februar 2020 war Corona noch weit weg von Kärnten: Während in China bereits hunderte Menschen an der Krankheit gestorben waren, wurde bei uns Fasching gefeiert. Doch Corona kam rasch näher. Ende des Monats war erstmals Alarm in Kärnten. In Bad Kleinkirchheim bei einer verstorbenen italienischen Urlauberin. Es war falscher Alarm – noch. Am 5. März gab es die erste bestätigte Corona-Infektion in unserem Bundesland. Endgültig angekommen war die Krankheitswelle am 14. März: Heiligenblut wurde unter Quarantäne gestellt.

Am Tag zuvor hatte die Bundesregierung erklärt, dass ab 16. März alle nicht für die Grundversorgung nötigen Geschäfte, geschlossen werden. Zudem wurden landesweite Ausgangsbeschränkungen verhängt. Der von Anfang an umstrittene Lockdown wurde ab Ostern schrittweise gelockert und am 1. Mai aufgehoben. Es folgten zwei weitere Lockdowns, von 17. November bis 6. Dezember und vom 26. Dezember bis 7. Februar 2021.

So erlebten Kärntner und Kärntnerinnen den ersten Lockdown, der am 16. März 2020 begonnen hat.

Filmproduzent Klaus Graf: „Keiner wusste weiter“

Der Tag war sehr markant. Wir drehten gerade in der Schweiz, nahe Ischgl. Keiner wusste, wie es weitergeht. Schnell folgte der Entschluss, die Dreharbeiten abzubrechen. Unser internationales Team musste zu Hause in Quarantäne. Der Film wurde dann im Sommer mit Kunstschnee und digitalen Tricks weitergedreht.

klaus graf
Klaus Graf © Helmuth Weichselbraun

Schülerin Anna-Lena Weinberger: „Du hast jetzt schulfrei“

An diesem Tag ging ich noch ganz normal in die Schule. Als ich nach der Schule zum Auto meiner Mutter ging, sagte sie mir: „Ab heute ist Lockdown, du hast jetzt schulfrei.“ Ich freute mich zuerst, dass ich nun für einige Zeit nicht in die Schule gehen muss, doch ich hatte trotzdem ein wenig Angst, was passieren wird.

Anna-Lena Weinberger
Anna-Lena Weinberger © KLZ / Simone Jäger

Fitnessstudiobetreiberin Elisabeth Blažej: „Ich verlor viele Kunden“

Vom Lockdown erfuhr ich aus dem Fernsehen und der Schock war gewaltig. Mein Fitnessstudio blieb fast zwölf Monate geschlossen, wodurch ich viele meiner Kunden verlor. Die strengen Auflagen schreckten viele ab und waren schwer umzusetzen. Es war eine herausfordernde Zeit für alle.

Elisabeth Blažej
Elisabeth Blažej © Rosina Katz-logar

Allgemeinmedizinerin Wilhelmine Pipam: „Alles war anders“

Es war von einem Tag auf den anderen alles anders. Wir waren Hauptansprechpartner für die Patienten, da die Krankenhäuser nur für Notfälle geöffnet waren. In unsere Ordination konnte man nur mehr mit Termin. Infektiöse Patienten wurden nachmittags bestellt und extra behandelt

Wilhelmine Pipam
Wilhelmine Pipam © Wilfried Gebeneter

Polizistin Alina Grischnig: „Es gab viel Unsicherheit“

Ich war gerade beim Dienstführenden-Kurs in Traiskirchen, der schlagartig abgebrochen wurde. Ich bin an meine Polizeidienststelle zurückgekehrt und habe gemerkt, dass nichts mehr so ist, wie es war. Es gab wenige Einsätze, menschenleere Straßen, die Bevölkerung war verunsichert und fragte telefonisch bei uns nach.

alina grischnig, polizeisprecherin
Alina Grischnig © KK/Polizei

Hotelierin Eva Hoffmann: „Ein komisches Gefühl“

Wir hatten Angst, dass wir Corona ins Haus bekommen, die Gäste hatten Angst, dass sie es bei uns bekommen. Ich glaube, der erste Lockdown war wichtig. Die Kurzarbeit hat uns über kritische Tage hinweggeholfen. Im Lockdown hatten wir das Areal erstmals nur für uns. Ohne Gäste. Ein komisches Gefühl.

WG: Fotos Hoffmann


Eva Hoffmann, Hotelierin und Obfrau der Wirtschaftskammer für den Bezirk Feldkirchen

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Mag. Michaela Auer
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Von: Kert K,WKK,BZS FE <klaus.kert@wkk.or.at>
Gesendet: Freitag, 10. Dezember 2021 08:45
An: Michaela Auer <Michaela.Auer@kleinezeitung.at>
Betreff: Fotos Hoffmann

Sehr geehrte Frau Auer,
anbei übermittle ich Ihnen einige Fotos von Frau Eva Hoffmann.
Mit freundlichen Grüßen


Klaus Kert, MSc

Wirtschaftskammer Kärnten
Bezirksstelle Feldkirchen
Dr.-Arthur-Lemisch-Straße 4 | 9560 Feldkirchen
T
Eva Hoffmann © KK/Melaniekoeckfotografie

Dompfarrer Peter Allmaier: „Die Leute brauchten uns“

Anfangs war die Stimmung gespenstisch. Keine Termine, Zeit zum Lesen. Wir fragten uns schnell: Was macht Kirche in Krisenzeiten, in der die Menschen uns brauchen? Wir sind in den digitalen Raum eingestiegen. Es gab jeden Tag einen Gebetsimpuls, später Streamings, zum Aschermittwoch Ashes to go.

Peter Allmaier
Peter Allmaier © Karlheinz Fessl

Gastronomin Svetlana Thaler: „Das war extrem“

Es war komisch, keiner wusste, was auf uns zukommt. Einerseits hat man sich ein bisschen gefreut, mehr Zeit zuhause verbringen zu können. Andererseits hatte ich Angst, weil niemand wusste, wann wir aufsperren dürfen. Ich arbeite sehr gerne, aber plötzlich nichts mehr zu tun, das war schon extrem.

Svetlana Thaler
Svetlana Thaler © KLZ/ Katharina Pollan

Lehrer Stefan Steinlechner: „Phase der Innovation“

Die Umstellung auf den digitalen Unterricht stellte uns vor Herausforderungen, aber sie eröffnete auch Chancen. Ich entdeckte viele digitale Tools und Methoden, die den Unterricht bereicherten. So war die Corona-Zeit eine Phase des Wachstums und der Innovation, und wir sind gestärkt daraus hervorgegangen.

Stefan Steinlechner
Stefan Steinlechner © KLZ / Andre Schmidt

Schauspielerin Sarah Rebecca Kühl: „Es war eine Katastrophe“

Es war wirklich eine Katastrophe. Wir hatten gerade Premiere mit dem Stück „Gruber geht“ gehabt und plötzlich saßen wir dann alle alleine zu Hause und konnten diese Arbeit, die uns allen so viel bedeutete, niemandem zeigen.

Sarah Rebecca Kühl
Sarah Rebecca Kühl © Theater Waltzwerk

Paraskifahrer Markus Salcher: „Es hat sich angebahnt“

Wir waren beim Weltcupfinale in Russland und haben es auf Social Media teilweise mitbekommen, wo wir Leute mit Masken sahen. Als wir zu Hause ankamen, war alles zu. Das hat dennoch überrascht. Zum Glück war die Saison vorbei, aber auf das geplante Gletschertraining musste ich verzichten.

VILLACH,AUSTRIA,21.DEC.24 - VARIOUS SPORTS - Land Kaernten, Nacht des Sports. Image shows Markus Salcher (AUT).
Photo: GEPA pictures/ Matthias Trinkl
Markus Salcher © GEPA pictures

Ruderin Magdalena Lobnig: „Wir wollten schnell heim“

Als die Nachricht vom Lockdown kam, haben wir unser Trainingslager in München abgebrochen, da wir Angst hatten, Deutschland nicht verlassen zu dürfen. Es war schon komisch, dass ich nicht einmal alleine rudern gehen konnte. Aber ich habe mich dank eines privaten Kraftraumes gut vorbereitet.

Ruderin Magdalena Lobnig am Donnerstag, 25. Juli 2024, während einer PK im Österreichhaus anl. der olympischen Spiele in Paris.
Magdalena Lobnig © APA/Georg Hochmuth

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Fotos: Tage, an denen die Welt stillstand