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Vom Markusplatz verbanntVenedigs langer Kampf gegen die Ozeanriesen

Kreuzfahrtschiffe sollen künftig in Venedig nicht mehr am Markusplatz vorbei navigieren dürfen - sondern in Industriehafen dirigiert werden: eine wackelige Lösung.

© (c) dapd (Luigi Costantini)
 

Touristen sind in Venedig derzeit kaum unterwegs. Der Grund ist die Corona-Pandemie. Die Stadt, die sonst unter dem Andrang von bis zu 30 Millionen Besuchern im Jahr ächzt, atmet durch. Gleichzeitig liegt zu großen Teilen aber auch das Geschäftsleben in der Lagunenstadt darnieder. Längst hängen die Stadt und ihre nur noch gut 50.000 Bewohner vom Massentourismus mit seinen für Venedig besonders empfindlichen Folgen ab. In diesem Zusammenhang haben am Donnerstag vier italienische Minister eine Aufsehen erregende Entscheidung getroffen. Die umstrittenen Kreuzfahrtschiffe, die jedes Jahr für einen Extra-Andrang von Kurzzeit-Besuchern sorgen, dürfen in Zukunft nicht mehr auf der spektakulären Route durch den Giudecca-Kanal am Markusplatz vorbei fahren, sondern werden westlich des Lido in den Industriehafen Marghera umgeleitet. 

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