Die Rückholaktion von österreichischen Staatsbürgern aus der Golfregion durch das Außenministerium wird auch von Soldaten des Jagdkommandos begleitet. Auf einem der beiden AUA-Flüge (aus Riad bzw. Muscat) kam es dabei zu einem dramatischen Zwischenfall an Bord.

Wie das Bundesheer am Freitag informierte, war eine Passagierin extrem dehydriert und hatte eine starke Kreislaufschwäche entwickelt. Infolge dessen glitt sie in eine tiefe Bewusstlosigkeit. Die Frau wurde nicht mehr ansprechbar und mit kaum tastbarem Puls in ihrem Sitz vorgefunden, heißt es. Ein Arzt und Notfallsanitäter des Jagdkommandos habe durch sein Eingreifen den Zustand der Passagierin stabilisieren können. Eine drohende Notlandung der AUA-Maschine wurde so vermieden.

Der Zustand der Frau soll sich soweit gebessert haben, dass sie das Flugzeug nach der Landung selbstständig verlassen konnte.

Geschultes Personal an Bord

Wie das Verteidigungsministerium in einer Aussendung mitteilte, stellte das Jagdkommando auf beiden Flügen Personal für die Rückführung zur Verfügung. Neben den Jagdkommandosoldaten war auch im medizinisches Bereich geschultes Personal an Bord. Vor Ort wurde in enger Zusammenarbeit mit den Austria Airlines und dem Außenministerium die Organisation der Ausreise aus den Vereinigten Arabischen Emeriaten und Riad sowie die Koordination zwischen den Behörden und der AUA koordiniert und unterstützt.