Saharastaub kommt in regelmäßigen Abständen nach Europa und sorgt nicht nur für spektakuläre Bilder. Vor wenigen Monaten verwandelte sich Athen etwa in eine Art Marslandschaft, die griechische Stadt erstrahlte komplett in Orange.

Forscher der Universität Paris-Saclay haben den Saharastaub, der 2022 nach Europa geweht wurde, nun genauestens analysiert und kamen zur Erkenntnis, dass dieser radioaktiv gewesen ist. Wie „sciencealert“ berichtet, liegt die Radioaktivität weit unter den Werten, die als gefährlich gelten würden - weniger als zwei Hundertstel der Sicherheitsschwellenwerte.

Saharastaub-Studie: 110 Proben aus sechs Ländern

Die Studie wurde mit 110 Proben - wovon 53 als wissenschaftlich repräsentativ eingestuft wurden - aus sechs westeuropäischen Ländern durchgeführt und eigentlich sollte ein Zusammenhang zwischen den französischen Atombombentests in den 60er Jahren in Südalgerien gefunden werden.

Doch die radioaktive Signatur des Staubs aus Südalgerien passte nicht zu diesen Tests. Stattdessen entsprach sie jener von sowjetischen und amerikanischen Atombomben, mit denen ebenso in den 50er- und 60er-Jahren Tests unternommen wurden. Jedoch betonen die Wissenschaftler auch, dass durch die radioaktive Strahlung eben kein Gesundheitsrisiko bestehe.

Jedoch kann der Staub in hoher Konzentration zu erhöhter Feinstaubbelastung beitragen.