Nervosität, Aufregung und - durchaus verständlich - ein bisschen Angst. Das sind die Emotionen, mit denen tausende Kärntner Schülerinnen und Schüler in den letzten Tagen zu ihren Maturaprüfungen gegangen sind. Bevor Tobias Kopeinig aber am Donnerstag zu seiner Matura antreten wird, spürt man genau eine Sache: Vorfreude und Lust auf diese Reifeprüfung. „Ich glaub einfach, dass das eine total lässige Sache werden wird und will das feiern“, sagt der 18-Jährige.
Anlass zur Prüfungsangst bestand bei ihm nie, „ich bin größtenteils schon der Einserkandidat“, gibt er Einblick in seine Schullaufbahn. Gerade deshalb entschied er sich auch für eine Matura abseits des üblichen Fächerkanons und wird – als erster Kärntner überhaupt – im Fach Saxophon maturieren. „Es geht um Theorie aber auch um die Musik an sich – und weil ich mittlerweile weiß, dass meine Stücke ziemlich gut sitzen, wünsche ich mir sogar noch mehr Zuschauer bei meiner Matura, schließlich gibt es da ziemlich gute Musik zu hören“, kündigt der Schüler des Stiftgymnasiums Viktring an. Etwa Kompositionen von Bach aber auch modernere Literatur.
Klavier als Zweitinstrument
Zur Musik – er spielt Altsaxophon – fand er, wie so viele, über die Blockflöte. Mittlerweile spielt er auch Klavier, das Saxophon blieb aber immer die Leidenschaft. „Es ist einfach mein Instrument“, sagt Kopeinig, der an der Schule von Hans-Peter Steiner und in der Musikschule von Franz Steiner (nicht verwandt) unterrichtet wird. In Bands oder anderen Konstellationen will er erst jetzt einsteigen. Abseits der Noten beschäftigt ihn übrigens klassische Literatur. „Ich bin da wirklich reinbekippt.“ Ob Saxophon dann auch seine Studienwahl sein wird? „Einmal abwarten. Zuerst kommt der Zivildienst.“
Und am Donnerstag um cirka 16.30 Uhr noch die Matura vor – hoffentlich – ganz viel Publikum.